kopfnuss brainy bonerAnfang der Neunzigerjahre überlegten einige schlaue Köpfe in den USA, dass die verschiedenen Begriffe, die unsere Sexualität beschreiben – wie etwa schwul, top oder bottom – eigentlich von anderen bestimmt und gemacht werden. Bei dem Begriff „queer“ treffen gegensätzliche Bedeutungen aufeinander. Zum einen ist der Ausdruck negativ behaftet. Der Ausdruck beruht auf der homophoben Verwendung des englischen Wortes „queer“. Als Adjektiv wird dieses unter anderem mit „sonderbar“, „suspekt“ sowie „eigenartig“ übersetzt und wurde daher lange als herablassende Benennung von Homosexuellen gebraucht. Gleichzeitig ist die Art, diesen Begriff zu verwenden, eine affirmative Selbstreflektion.

Die Queer-Theorie versucht, sexuelle Identitäten, Machtformen und Normen zu analysieren und zu dekonstruieren. Als wichtige Theoretiker und Vordenker gelten Leute wie Michel Foucault, Judith Butler, Eve Kosofsky Sedgwick und Michael Warner. Die Anwendung der Queer-Theorie in einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen bezeichnet man als Queer Studies.

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