Partybesuchern ist Kris de Fabio längst als professioneller Gogo-Tänzer bekannt. Seit Jahren tanzt er auf den größten Gay Partys Europas. Wir sprachen mit ihm über seinen Einstieg in das Pornobusiness und über den schlechten Ruf, Pornos zu machen. 

Wie bist du in das Pornobusiness geraten?  Ich habe auf einer Party getanzt, das Showprogramm war gemixt mit Tanzeinlagen und Live-Sex-Shows. Und einer der Pornostars fragte mich im Backstage-Bereich, ob ich mal daran gedacht habe, Pornos zu machen. Die Szene denkt sowieso, wir Gogo-Tänzer ficken mit jedem. Trotzdem hatte ich dies persönlich noch nicht in Betracht gezogen. Wochen später meldete er sich und fragte mich abermals ob ich Lust hätte. 

Hast du einen bestimmten Typ Mann? Eigentlich nicht, mein Geschmack ist breit gefächert. Von Twink und Daddy ist alles dabei. Ich bin versatile, wenn ich Top bin, dann sollte er kleiner und zarter sein als ich, wenn ich Bottom bin, dann bitte größer und kräftiger als ich. 

Foto: Max Meier / Max_art_photography

Warum gibt es deiner Meinung nach so wenig deutschsprachige Pornostars?  Naja, es gab ja vor 10–15 Jahren wesentlich mehr deutsche Pornostars, weil die Gagen auch noch wesentlich höher waren. Der sterbende DVD-Markt führt dazu, dass die großen Labels die Gagen runterdrücken, um die Kosten so klein wie möglich zu halten. Dazu kommt, dass es auch eigentlich keine deutschen Pornolabels mehr gibt.

Was wurde aus „Black & Blond Gogo“?  Wir haben als Team zusammen getanzt, waren auch ein Paar und ich bin deswegen von Wien nach Berlin gezogen. Aber alles geht mal auseinander. Jeder geht nun seinen Weg und ich wohne nun wieder in Wien. 

Der Ruf von Pornodarstellern ist ja meistens nicht gut, auf der einen Seite stehen sie darauf, dich im Film anzuschauen, auf der anderen Seite genießen Darsteller innerhalb der Szene wenig Respekt. Wie denkst Du darüber? Naja, den Punkt habe ich schon hinter mir, als Gogo-Tänzer ist man auch die Schlampe, die mit allem vögelt. Meine Freunde stehen hinter mir und das zählt. Hater gibt es überall. 

Wie sieht die Zukunft aus? Ich habe für menatplay.com gedreht, sowie zwei Szenen für Kristen Bjorn, da folgen noch viele mehr. Andere Labels haben auch schon angefragt. Das ist super. 

Dein Lebensmotto? „If life sucks – put glitter on it!“ Ich war mal ganz unten im Leben und eine gute Freundin schenkte mir ein Brettchen mit dem Spruch. Das half mir sehr, nicht aufzugeben, und natürlich alle meine  Freunde zu dem Zeitpunkt.

Twitter: kris_fabio

Instagram: kris_fabio

Foto: Max Meier / Max_art_photography
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