Der britische Journalist Mobeen Azhar hat mit einer Dokumentation über Chemsex einen überfälligen Tabu-Bruch begangen. Widerstand, über das Thema zu sprechen, kommt vor allem aus der eigenen Community. Viele Schwule fürchten, über Chemsex zu sprechen würde bloß zu noch mehr Diskriminierung führen. Zeit für einen Faktencheck mit dem Filmemacher selbst. (scroll down for english version) 

Was hat dich an Chemsex so interessiert, gleich einen Film darüber zu machen?

Ich wohne mitten in London, bin dort Teil der Szene und kenne viele DJs und Veranstalter, weil ich an den Wochenenden meist unterwegs bin. In den letzten Jahren tauchten immer neue Begriffe in der Szene auf wie etwa Tina (Crystal Meth), und man wurde immer öfters gefragt, ob es irgendwo Tina zu kaufen gibt. Ein anderer Begriff kam hinzu: GMTV. Das steht für „G“, „Mephedrone“, „Tina“ und „Viagra“. GMTV ist gleichzeitig ein Wortspiel, weil das der Titel – Good Morning TeleVision – der erfolgreichsten Shows im englischen Frühstücksfernsehen war. Man hört immer mehr Männer, die solche Begriffe als Referenzen zu Drogen und Chemsex verwenden.

Tina ist auch in der Eurozone ein immer öfter auftauchender Begriff…

Man ist ja daran gewöhnt, von hedonistischen Ausschweifungen und vielen Sexpartnern zu hören. Aber diese Abenteuer klingen immer mehr nach Chemsex-Wochenenden, bei denen es um Sex und Drogenkonsum geht.

Wie schätzt du diese Szene ein?

Ich fühle mich schon etwas davon entfernt, weil ich mittlerweile mit 35 nicht mehr wie ein 21-Jähriger unterwegs bin. Außerdem bin ich schon länger in einer Beziehung und daher nicht in der After-Hour-Szene oder auf Grindr zu finden. Seit etwa zwei Jahren bemerke ich, dass Chemsex ein Problem ist und wollte herausfinden, wie verbreitet es ist.

Und wie verbreitet ist Chemsex?

Es ist schwer, sich dazu wissenschaftlich zu äußern, trotz der Forschungsarbeiten, die in einigen Londoner Kliniken dazu laufen. Keiner kennt eine genaue Zahl. Aber ich kann behaupten, dass wenn ich in die großen Clubs der Stadt in Vauxhall oder dem East End gehe, im Moment dort viele unterwegs sind, die „G“ und „Mephedrone“ nehmen. Das ist sogar normal. Und während der Dreharbeiten traf ich über 50 Männer, die Chems nehmen.

Ich werde auch immer direkt gefragt, ob ich was zu verkaufen habe. Da ich keinen Alkohol trinke, habe ich beim Tanzen meistens eine Flasche Wasser in der Hand und die Jungs nehmen an, ich wäre auf Ecstasy. Es ist wie ein Running Gag in meinem Leben. Früher allerdings fragten sie nach MDMA oder Koks. Mittlerweile wollen sie Tina, Mephedrone oder G.

home-page-3

Und diese Veränderung verlief so schnell in den letzten zwei Jahren?

Ja. Und wenn man sich die unterschiedlichen Drogen einmal genauer ansieht, kann man unterteilen in „Social Drugs“ und solche, die keine sind. Auf Ecstasy oder MDMA werden die Leute redselig und erleben Glücksgefühle und interagieren weiterhin mit anderen Menschen. Bei G, Mephedrone und Tina ist das anders. Man kann sie natürlich auch zu sozialen Veranstaltungen nehmen, aber die meisten Benutzer beginnen dann, nach Sex zu suchen. Entweder wenn sie den Club verlassen oder schon vor Ort. Daher sollten wir die Probleme auch nicht vermischen. Man sagte mir erst neulich, dass schwule Männer immer schon Drogen genommen haben und das nichts Neues sei. Ich denke aber, dass es etwas Neues ist. Diese Drogen steuern nicht zur Veranstaltung bei, sondern lenken davon ab. Die Leute sind nicht mehr Teil der Party, der Musik und die ganze Erfahrung wird auf die Suche nach ficken, ficken und noch mehr ficken reduziert. Auch bereits das Zurechtmachen für den Freitagabend, seine Freunde kontaktieren, die Auswahl des Clubs und der Musik zu treffen und dann gemeinsam irgendwo hin zu gehen, findet nicht mehr statt. Diese Erfahrungskette wird übersprungen, und man trifft sich gleich per Grindr zum Drogen nehmen und Sex haben. Auch bei jemand zu übernachten und am nächsten Morgen zu frühstücken fällt weg. Es gibt also bereits eine eigene Chemsex-Szene, die mir mehr hedonistisch und sehr viel anonymer vorkommt.

Was haben die User noch gemeinsam?

Sie alle suchen nach Intimität. Doch gleichzeitig erleben sie einen Mangel an echter Befriedigung. Ich habe es immer und immer wieder gehört: Sessions in 4er oder 6er-Gruppen, alles total heiße Typen und alle immer nur online auf der Suche nach noch mehr Sex und Drogen. Eine der Geschichten war schon wieder lustig: Jemand hatte wohl einen echten Traumtypen für eine Chemsex-Session gefunden. 1,80 groß, blond, muskulös und während er ihm einen geblasen hat, blieb der wohl auf Grindr und chattete mit einem anderen. Hinzu berichteten alle, dass man auf Mephedrone wohl nicht gut kommen kann und dass bei Tina deine Erektion verschwindet. Auch dafür gibt es wieder einen neuen Terminus – den Crystal Dick. Daher sind die User oft nur zusammen ohne eigentlich Sex zu haben, weil es gar nicht mehr geht. Es wurde allgemein bestätigt, dass es bei Chemsex wenig Intimität gibt.

Im Prinzip also das Gegenteil von dem, was gewünscht ist. Würdest du sagen, das ist ein typisch schwules Problem?

Ich habe auch eine Frau kennen gelernt, die G nimmt. Aber sie ist viel in der Szene unterwegs und teilt sich eine Wohnung mit vier Schwulen. Von daher kann ich dazu nichts sagen.

Eine der interessantesten Aspekte im Film, kommt von Dave Stuart von der Dean Street Klinik. Er spricht darüber, wie Schwule Männer generell mit Intimität umgehen.

Das gehört wahrscheinlich zu den wichtigsten Ergebnissen dieser Dokumentation. Es wird eine Menge Leute geben, die das ansehen und denken, es geht um schmutzige Homosexuelle, die Drogen nehmen. Und die Leute werden denken, das ist es halt, was Schwule so tun. Aber wir wollten uns Mühe geben, tiefer in die Materie zu schauen und die Gründe für das Verhalten herauszuarbeiten. Ich denke mittlerweile nicht, dass es daran liegt, dass wir als Schwule hedonistischer sind und mehr Sex wollen. Es hat mit unserer Geschichte zu tun, damit, was wir erlebt haben und was wir wertschätzen. Dave Stuart ist Therapeut an der Klinik und arbeitet mit vielen Männer aus der Chemsex-Szene. Er beobachtet, dass Schwule daran gewöhnt sind, ihre Sexualität und das Verlangen nach Intimität zu verstecken, weil die Gesellschaft es verurteilt. Es ist also normal, nicht normal intim zu sein. Es ist eine merkwürdige Zeit für schwule Männer. Einerseits werden wir in der Öffentlichkeit gefeiert, aber Zuhause oder im Alltag ist das nicht so. Die meisten Schwulen haben in ihren Zwanzigern oder Dreißigern homophobe Erfahrungen gemacht und das oftmals durch die Menschen, die ihnen am nächsten sind. Das bedeutet oft, dass wir nicht die Möglichkeit haben, ein Verständnis von Intimität in Beziehungen zu entwickeln. Schon in der Schule wird beargwöhnt, wenn ein Junge einem anderen eine Blume gibt, weil er „verliebt“ in ihn ist. Wenn ein Junge einem Mädchen eine Blume schenkt, wird es als etwas Niedliches angesehen und Erwachsene machen darüber lieb gemeinte Scherze und geben einem Kind so etwas wie einen positiven Anhaltspunkt. Es gibt keinen derartigen Rahmen für Schwule.

home-page-2

Und wie sollte man mit dem Thema nun innerhalb der Szene umgehen?

Ich sage nicht, dass niemand Chems in seiner Freizeit nehmen soll. Es gibt viele, die behaupten, es sei nur ein Gelegenheitsding und Chemsex diene der Entspannung. Ich muss aber sagen, dass bei fast allen die Fassade bröckelt, wenn man daran etwas kratzt und meist fällt die gesamte Theorie in sich zusammen. Relativ schnell geben die meisten zu, dass sie eigentlich Intimität, Bestätigung oder einfach etwas Neues suchen. Und alle sind sich einig, dass sie auf Chemsex-Partys nicht wirklich finden, was sie wollen, sondern weitersuchen.

Und wie sollte man auf Konsumenten zugehen?

Ich denke es ist wichtig, einen offenen Dialog zu führen. Damit meine ich: Ja, es gibt viele, die diese Drogen nehmen, also lasst uns darüber reden. Und wenn deine Freunde ihre Erfahrung machen wollen und du siehst, dass es ihr Leben nicht negativ beeinträchtigt, dann ist es auch gut. Aber es schadet auch nicht, sie darauf anzusprechen. Ich glaube auch, dass die Dokumentation deshalb einerseits so positiv aufgenommen wurde und andererseits so viele Leute daran Anstoß nehmen.

Im Sinne von, ein Geheimnis auszuplaudern…?

Viele sagten zu mir, dass das nicht über die Schwule Community rauskommen sollte, und dass sie sich davon bloßgestellt fühlen. Sie wollen das Geheimnis wahren. Ich denke, das ist lächerlich. Der einzige Weg nach vorn ist ein offener Dialog, auch damit die User nicht weiter isoliert werden. Und den Usern selbst kann man auch nur mit auf den Weg gegen, dass eure Probleme euch einholen werden. Man kann nicht ewig die Dinge unter den Teppich kehren. Das wiederum gilt eindeutig nicht nur für Schwule.

Und was haben deine Kollegen beim BBC dazu gesagt?

Die Doku wurde in verschiedenen Formaten ausgestrahlt. Es gab einen Artikel von mir und Ausschnitte des Films wurden während der Tagesnachrichten gesendet. Aber es gab auch eine Radio-Version, die auf Radio 4 lief, einem Sender für ein kultiviertes, mittel-englisches Publikum. Die Reaktionen waren vorwiegend gut, aber es gab zwei Dutzend Beschwerden in Form von Anrufen und Emails von Leuten, die sich an der Thematik und Sprache störten. Das ist eine vergleichsweise hohe Zahl. Immerhin nahmen sich diese Leute Zeit, formal Beschwerde einzulegen. Ich bin umso mehr froh, dass wir uns bemüht haben, dieses Problem so differenziert zu betrachten. Es handelt sich nicht um ein Sexproblem, sondern um ein Drogenproblem mit sexuellen Elementen. Und so müssen wir es auch behandeln.

Ich denke, dass viele Schwule eigentlich gerettet werden wollen. In unseren persönlichen Geschichten finden wir alle irgendwo Ausgrenzung und Diskriminierung in der Schule oder zuhause seitens der Eltern. Aber was immer es sein mag, es bringt nichts, auf Prince Charming zu hoffen und zu erwarten, ihn auf einer Chemsex-Party zu finden. Es ist wie nach einem Heilmittel zu suchen, aber mithilfe von Substanzen, die einen krank machen können.

                 

Mobeen Azhar

Twitter: @Mobeen_Azhar

British Journalist Mobeen Azar sparked quite a debate when he confronted audiences in the UK with an explicit documentary about one of the dirtiest secrets of gay culture: chemsex. But not only was unprepared straight folks that were alienated. For many gay men, breaking and sharing this taboo is also an issue as they fear it will only fuel discrimination. So let’s check the facts with the creator of the documentary himself.   

Why did you pick Chemsex for your documentary?

I live in central London and I’m very much part of the local gay scene where I have a lot of friends. On most weekends I go clubbing. I love music and dancing and know a lot of club promoters and DJs. One thing I noticed more and more of in the last couple of years is that there was increase in the use of a certain terminology within the gay scene. For example the term „Tina“ (meaning Crystal Meth) would be used quite often, and people would often ask if I use Tina or if I knew anywhere they get some from. Another term that has come up is GMTV meaning the drugs “G“,“Mephedrone,“ „Tina“ and „Viagra“. It’s also a pun as GMTV was the most popular Morning Television Show airing in the UK. More and more guys on the scene make references to chemsex culture using these new terms.

Tina is also a popular term in the Eurozone.

Now I’m used to guys talking about their hedonistic adventures and how many guys they’ve met. But those adventures seem to turn into chemsex weekenders that last up to three or four days without a break and usually fuelled by drugs. They’ve just been having lots of sex whilst using chems.

So how do you relate to that?

I feel slightly detached from that scene, because with 35 I’m a little bit older now and not 21 anymore. Also I’ve been in relationship for quite some time. So I wasn’t on that After Party Scene when this all started. Neither was I on Grindr or the likes. So about two years ago I felt the chemsex lifestyle was becoming an issue and I started doing some research about how prevalent it has become. This made me want to do the documentary.

So how prevalent is the issue? Can you put a number on how big the scene is?

It’s difficult to be scientific despite the very active research that is being done by several clinics in London. None knows the exact number. But I can say that most weekends when I go to the well known clubs in Vauxhall or the East End very often people would be using G and Mephedrone mixed together. So that is quite common. During the making of the documentary I met over fifty guys who use chems. Not all of them used all the drugs or did so all the time.

It’s a funny story that haunts me: I don’t drink alcohol so when I’m out on the dance floor I always hold a bottle of water. So people naturally assume that I take Ecstasy. Really very often people would come up to me and ask for pills or MDMA. And that also has changed over the past couple of years. Now people don’t ask if I sell Coke or MDMA. They ask for Tina, Mephedrone or G.

Over the course of two years? That’s a speedy process…

Yes, and when you look at the different drugs you could classify MDMA and Ecstasy as „social drugs“. People get very happy and chatty and interact, but with G, Mephedrone and Tina that’s not the case. Of course you can use them as party drugs but quite often what happens is when some is using these drugs in a club they start looking for sex. Either in the club or when they are leaving the club. So we shouldn’t conflate the issue. Someone said to me that gay men always have taken drugs and that this isn’t something new. But I think this is something new. These drugs are not complementing the party scene and users aren’t part of that scene. They are taken away from it, away from the music and the social aspect of the party and basically reducing the whole experience to fucking, fucking and more fucking. I’ve met people personally and also when I was out doing the documentary who would talk about the fact that when they were first getting on the gay scene they were looking forward to dancing and meeting new people and they would seek out their favourite music. They’d describe the whole set-up of a social night out like the effort you put into getting dressed for going out on a Friday night, picking a venue, arranging to meet your friends with the prospect of meeting someone they like and maybe going home with them to have sex with. They describe how that changed once they started doing G or Tina. They’d find themselves on Grindr looking for a house to go to have chemsex. So they jump several important steps of being social but going straight from getting dressed to having sex via chems. Also they would not actually sleep over and have breakfast with the guy in the morning but stay up all night often cruising online together for more guys and more chems. I found their world to be a lot more anonymous and more hedonistic.

So what else did you find they have in common?

They are all looking for intimacy whilst suffering a real lack of satisfaction. Again and again I’d hear that whenever they are together having sex in groups of 4 or 6 people and everyone is really hot and sexy they would still be on their phone looking for other guys and drugs. One story was particularly funny. A guy met this lovely 6 foot, blonde muscled guy who was also really nice and they were doing Tina together and when the guy gave him head, he’d look up and see the other guy on Grindr while he sucked him. The other problem I was told is that when you do Tina it’s quite difficult to come and that Mephedrone kills your erection. So quite often they would get together to have sex but not actually have sex. So one way or another those I met confirmed a complete lack of intimacy while having chemsex.

So, basically the opposite of what they are looking for. Would you say it is a phenomena exclusive to the gay community?

In all the research that I did I came across one woman who was using G. However she mostly frequents the gay scene whilst also living in a flat share with four gay guys. So really I can’t say.

In the documentary, Dave Stuart of the London Dean Street Clinic talks about the causes and says that it has to do with how gay men deal with intimacy in general.

It is perhaps one of the most important things to come out of this documentary. A lot of people will watch this and think it is about dirty homosexuals who have sex on drugs. They’ll think that’s what dirty homosexuals do and that it’s nothing new. My point is that I made a big effort in the documentary with the help of people like Dave Stuart to really unpick the reason why this is happening. I don’t think it’s happening in the gay community because gay people are more hedonistic and want more sex. I think it’s do with our histories, with what we value and what we’ve come through. So Dave Stuart is a therapist who works with lots and lots of men on the chemsex scene. He says gay men are used to hiding their sexuality and desire for intimacy with other men because of how society treats those desires. For gay men it is normal to hide and seek other means to be intimate. It is a strange time to be a gay man, because in the public we are often celebrated, but at home or at school we are not. In our twenties and thirties most of us will have experienced some kind of homophobia and mostly it comes from the people that are closest to us. Now what that means is that gay men often do not have the opportunity to develop the understanding of intimacy in relationships the way straight people do. For example in school when a straight boy give a straight girl a flower it is celebrated whereas when a young boy gives another young boy a flower it’s something shameful and wrong. So there are no frames of reference from very early on. In the UK we also have a class in school called social and personal education where you learn to deal with life. In those classes you’ll be taught at the age of about 12 or 13 you’ll be taught about condom use or what monogamy is. You have a chance to develop this understanding for intimacy. Those frames of reference are not offered to gay children.

And how would you suggest to confront the issue of chemsex further?

I’m not saying that no one can use chems in a recreational way. Sure there are people who say this is just recreational and they are doing it in a controlled way and insist that this is possible. But every single person I met on the chem scene I have to say that when you scratch the surface the whole theory falls apart. And quite quickly they would talk about the same things like lack of intimacy, wanting to be validated or desperately seeking for something. They all admit that when going to these parties they can’t actually find what they are looking for, because they will still be searching.

And in terms of reaching out to users?

I think having an open dialogue is important. By that I mean: yes, it’s fine. Lots of people are using substances but let’s talk about that. And when your friends are using drugs and you see they do it once in a while and it’s not having an effect on their life then that’s fine. And there is no harm in talking to them about it, asking them what is so good about taking drugs and keep the dialogue going. This also explains why there was overwhelmingly positive response to the documentary, but on the other hand I had lots of people saying they feel judged by it.

…as if you were ratting them out…

There were a lot of guys saying to me this is a secret thing in the gay community and I shouldn’t be saying theses things and expose them. They want to keep it as a secret. I think that is ridiculous. The way forward is an open dialogue and to not further isolate them. Users should be aware of the fact that issues will catch up with you and that you can’t keep brushing things under the carpet. That is something not exclusive to the gay scene.

What were the reactions from your colleagues at the BBC, most of them are straight I’d assume…

The documentary went out in different formats. There was an online article by me, excerpts were shown on a day time news shows on BBC and there was a radio version on Radio 4, which in the UK has more educated and as we call it Middle-England kind of audience. The reaction amongst that crowd has been really good and lots of people got in touch and agreed that this is something that needs to be spoken about. I’d be lying though if I said it didn’t spark any controversy. The day after the radio version aired we had a couple of dozen complaints and those people had actually taken the time to write or call the BBC helplines. Those comments however were mainly about that they didn’t want hear to about the subject matter or complaints about the use of language. Of course they are entitled to their opinion. But as I said we have made all the effort to really look into the issues at hand and not just make it a shallow thing, and to really pick the reasons. I hope that also your readers will take away that message. We all like to hear about crazy sex stories, but this really is about addiction. It’s not a sex problem, but a drug problem with sexual elements. And that is how we need to treat it.

And find the underlying dynamics in order to come clean…

Absolutely. I also think a lot of gay men want to be rescued. In our personal histories we might have been bullied at school or had difficult situations with our parents. But whatever it might be, waiting for Prince Charming and hoping to find him at chemsex parties is not going to work out. You will be looking for a remedy that you can’t find, using substances that could make you sick.

Interview: Torsten Schwick

Was denkst du darüber?

HINTERLASSE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here