Kino gehört nach wie vor zu den ultimativen sinnlichen Erlebnissen. Dieses Jahr zeigt das Pornfilmfestival Berlin Werke von Filmemachern, Künstlern, Fotografen und Pornografen jedweden Geschlechts, die die menschliche Sexualität dokumentieren oder interpretieren und somit oft infrage stellen – und das auf großer Leinwand. Ein Grund mehr den Fernseher abzuschalten und ins Kino zu gehen. 

Eröffnet wird das Festival am Mittwoch, den 23.10. im Moviemento in Kreuzberg mit dem Dokumentarfilm „KINK“. Das Sundance Film Festival beschreibt KINK als einen „freundlichen Film über scheinbar vernünftige Leute, die sich für Geld vor laufender Kamera schreckliche Dinge gegenseitig antun“. Nach der dortigen kontroversen Aufführung hat nun das Berliner Publikum die Gelegenheit, den von James Franco – ja, der James Franco – produzierten Dokumentarfilm über Kink.com, den weltgrößten Anbieter für BDSM-Pornographie zu sehen. Was bei Fifty Shades of Grey noch Fiktion ist, wird hier zur Realität. KINK blickt hinter die Kulissen von Live-Streams und Video-on-Demand der harten Sorte.

Im Interview mit der Cosmopolitan sagt die Regisseurin Christina Voros über die Erfahrungen, die sie beim Dreh gesammelt hat: „Ich hatte einige Vorbehalte über Pornos, aber ich verbrachte drei Tage mit männlichen wie weiblichen Pornoregisseuren und fand, dass wir viel gemeinsam hatten. Es waren Leute, mit denen ich auch privat abhängen würde – lustig, clever und auf Zack – wie etwa Princess Donna, die selbst schon Pornodarstellerin war, aber auch einen Abschluss in Gender Studies und Fotografie hat.“

Aber auch ihre Wahrnehmung über BDSM habe sich während der Filmaufnahmen verändert. Das größte Missverständnis sei dabei die Annahme, dass der dominante Part die Kontrolle hat. Der devote Part hat die Zügel in der Hand und bestimmt die Limits. Davon sieht man allerdings nichts, wenn man sich auf Kink.com anmeldet, zumal es ja die Illusion der sexuellen Unterwerfung zerstören würde. Man darf also gespannt sein auf viele nackte Augenblicke und vielleicht wesentliche Wahrnehmungsveränderungen.

Auch weitere interessante Beiträge werden zu echten Highlights des Festivals. Die Weltpremiere von Todd Verows „The End of Cruising“ sowie die Europapremiere des preisgekrönten Films „Remedy“ von Cheyenne Picardo machen aus dieser Woche in Kreuzberg ein wahres Fest für Pornocineasten.

Die Abschlussparty am 27.10.im Monster Ronson‘s beginnt um 23 Uhr.

Ab 00:30 Uhr wird es eine halbstündige Performance des QUEER RIOT CLUB geben.

Das DJ-Line-up:
DJ Nothaltebucht,
DJ Softail,
DJ Joey Hansom und
DJ Nicolaj Tange Lange
aka Nuclear Family.

Eintritt kostet 5 €

8. PornFilmFestival Berlin vom 23. – 27.10. 2013
Moviemento | Kottbusser Damm 22 | 10967 Berlin

Das vollständige Programm und die Möglichkeit, sich zu akkreditieren, gibt es auf der Festival-Webseite www.pornfilmfestivalberlin.de

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