BERLIN | Mit Blumentöpfen beworfen, aus der U-Bahn geschubst oder beschimpft worden? Mag sein, dass Berlin immer voller und wird, und dass dadurch mehr Konflikt-Potenzial vorhanden ist. Aber keiner sollte homophobe Vorfälle einfach abtun, denn die Geschichte hat gelehrt, dass Schweigen nicht immer Gold ist.
Seit vielen Jahren wertet das schwule Anti-Gewalt-Projekt Maneo alle bekannt gewordenen Vorfälle aus. Zu diesem Zweck werden sämtliche Informationen anonymisiert und anschließend in einem Bericht zusammengefasst, der öffentlich zugänglich gemacht wird. Diese wichtige Dokumentation dient der Verdeutlichung der Dimensionen homophober Gewalt und leistet einen Beitrag zur Erhellung des Dunkelfeldes. Hierzu zählen Fälle von Körpergewalt, Raub und Erpressung ebenso wie sexuelle Übergriffe, Bedrohung, Beleidigung, Diskriminierung und Mobbing. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, konkrete Maßnahmen zur Verbesserung des Gewaltschutzes und der Gewaltprävention zu veranlassen.
Wissen ist Macht. (ts)

Meldestelle @ Maneo
Überfalltelefon: 030 – 216 33 36
meldestelle@maneo.de

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