Das Werk Tom of Finlands hat längst nicht nur Kultstatus innerhalb der weltumspannenden schwulen Community, sondern ist Teil der Popkultur und Kunstgeschichte geworden. Entscheidend dazu beigetragen hat Tom of Finlands letzter Lebensgefährte Durk Dehner, zugleich auch sein Manager, Nachlassverwalter und gemeinsam mit ihm Gründer der Tom of Finland Foundation in Los Angeles. Zu den selbstgesetzten Aufgaben der Foundation zählt nicht zuletzt auch die Förderung zeitgenössischer schwuler Künstler. So werden in dieser Ausgabe auch Arbeiten von Fotografen, Malern und Autoren vorgestellt, die im ehemaligen Wohnhaus von Tom of Finland in Los Angeles als Artists in Residence zu Gast waren oder durch Ausstellungen und andere Stiftungsprogramme gefördert wurden.

Ein Sonderband der Reihe „Mein schwules Auge“ erscheint zum 1. April und präsentiert nicht nur weitgehend unbekannte Seiten von Tom of Finlands Werk, sondern auch die vielfältige Arbeit der Tom of Finland Foundation. Erstmals werden hier ausgewählte Schätze aus deren umfangreicher Sammlung schwuler Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts veröffentlicht, der wohl weltweit größten dieser Art. Zeitgenössische Autoren und Künstler ergänzen diese einzigartige Hommage an Tom of Finland mit Essays, Interviews, heißen Short Storys und Bildern.

Tom of Finland und seine Kunst, aber auch deren Einfluss auf schwule Künstler nachfolgender Generationen sowie die Arbeit der Stiftung stehen im Mittelpunkt dieses Sonderbandes des Jahrbuchs Mein schwules Auge, das erstmals zweisprachig erscheint. Die Tom of Finland Foundation ermöglichte es den Herausgebern, aus ihren umfangreichen Beständen bislang unveröffentlichte Arbeiten Toms vorzustellen; darunter auch einige Vorlagen und Skizzen, anhand derer sich beispielhaft sein Arbeitsverfahren nachvollziehen lässt. Wenig bekannt ist zudem, wie viele verschiedene Techniken Tom of Finland beherrschte.

Viele Künstler haben sich vom Werk Tom of Finlands inspirieren lassen. Und auch Literaten huldigen dem Großmeister der schwulen Kunst. Vier Schriftsteller haben sich jeweils von einer seiner Zeichnungen zu einer Kurzgeschichte anregen lassen.

Mein Schwules Auge – Tom of Finland edition

Mein schwules Auge – My Gay Eye. Tom of Finland Foundation special. 

Jahrbuch der schwulen Erotik 2018 

Hg. von Rinaldo Hopf und Axel Schock, 400 Seiten 

ISBN 978-3-88769-944-4  | 19,90 Euro

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