Den Maibaumkult gibt es mindestens schon seit dem 13. Jahrhundert, wenn nicht sogar länger. Doch können Maibäume schwul sein? Der Baum im Münchner Glockenbachviertel, das schwul-lesbische Stadtviertel der Landeshauptstadt München , scheinbar schon. Vierzehn Meter lang steht das „rosa Stangerl“ – obwohl es 2015 in Niederbayrischer Tradition unbehandelt – für die Vielfalt des Viertels und wird deshalb auch als Integrationsbaum bezeichnet. Auf dem Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz in München wurde am 1. Mai 2008 der erste schwule Maibaum der Welt aufgestellt. Einem alten Brauch folgend soll auch der schwule Maibaum alljährlich um mehrere Quersprossen wachsen, bis er nach vier bis sechs Jahren erneuert wird. Dabei soll es nicht nur um homosexuelle Themen gehen – dafür sind zwei Quersprossen vorgesehen – sondern auch um Brauchtum, Kunst, Jugend und Ausländer.

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Im Mai 2008 und 2014 fiel der Maibaum Vandalismus zum Opfer, Unbekannte beschädigten mit Farbe viele Tafeln und den Maibaum. Leider wurde auch oft viele Tafeln heruntergerissen. Bis heute konnten die Personen nicht ermittelt werden. Dieses Monat verabschiedet sich der bisherige Ehrenamtlicher Michael Baumgartner von seinem Amt.  „Für mich wird es Zeit neue Herausforderungen wahrzunehmen. Ich hoffe sehr, dass der Maibaum weiterhin ein großes Zeichen für unsere Münchner Szene bleibt. Ich bedanke mich bei: Robert, Marion, Marcussowie Michael, Valentina und Hans-Peter, Siegfried. Allen Gastronomen in den VIELEN Jahren! Allen Künstlern und Gruppen sowie Vereinen die am 1. Mai stets mitgemacht haben Babybubble, Gene Pascale Chantal G. James Ratledge, DJ -PEZ, Blaskapelle Feldmoching e. V. Patrick Lindner Stiftung. Der Prosecco Bar München und der Ochsengarten Crew für die Unterstützung!“ (ts)

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