Ein Großteil der schwulen Männer in Deutschland, Österreich und der Schweiz geht relativ entspannt mit der Covid-19-Krise um. Das geht aus einer Umfrage des Datingportals Gayromeo hervor, das seit Beginn des Lockdowns seine User online interviewt hatte.

Demnach geben rund 60 Prozent der Männer an, dass es ihnen gut gehe. Ein weiteres Drittel fühlt sich in Ordnung. Die allermeisten Schwulen (rund 90 Prozent) machen sich gar keine oder kaum Sorgen um ihre Gesundheit.

Und selbst das Beziehungsleben leidet bei den allermeisten Schwulen gar nicht unter der Situation, jede fünfte Beziehung läuft seit dem Ausbruch von Covid-19 sogar besser als zuvor.  

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Dafür ist aber jeder zweite schwule Mann besorgt um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise, vor allem jüngere Homosexuelle bis 25 Jahre haben hier Angst.

Auch der desolate Zustand der LGBTQ-Community, der Clubs, Bars und Läden, bereitet in Deutschland jedem zweiten schwulen Mann, vor allem Herren ab dem 45. Lebensjahr, große Sorgen. Im Vergleich zu den jüngeren Schwulen sind sie meist der Gay-Community abseits der digitalen Welt am stärksten verbunden.

Deutsche Männer sind dabei generell jene, die am meisten Bedenken zum Ausdruck brachten – im Länderdurchschnitt beschäftigte sich dagegen nur jeder dritte Kerl mit dem Überleben der LGBTQ-Treffpunkte.

Ein Lichtblick gibt es allerdings für die Bars und Clubs in der Community: Etwa Dreiviertel aller Befragten wird im Jahr 2020 keinen Urlaub im Ausland machen, sondern bleibt lieber in seinem Heimatland.

Das könnte die heimische Tourismusbranche sowie auch die Community selbst stärken, insofern auch Bars und Clubs unter Auflagen wieder öffnen dürfen.

Sex und Daten in Corona-Zeiten?

Rund 70 Prozent der schwulen Männer hat während der ersten Wochen der Corona-Krise gar nicht gedatet. Nicht ganz so strikt haben sich die deutschen Gays an die Kontaktsperren gehalten, hier sinkt die Zahl auf rund 60 Prozent abstinenter Männer.

Zur besseren Einschätzung muss zudem erwähnt werden, dass die Umfrage zum Höhepunkt des Covid-19-Ausbruches startete. Vorsichtige Einschätzungen gehen derzeit davon aus, dass das Datingverhalten der meisten schwulen Männer inzwischen wieder etwas entspannter angegangen wird.

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Dafür würde auch sprechen, dass etwa 40 Prozent der schwulen Männer extrem sexgeil sind in diesen Tagen, besonders stark äußern das junge Boys bis 24 Jahre (55 Prozent) sowie die Herren aus Spanien – que viva España!

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Männer aus rund 140 Ländern nahmen an der Umfrage teil – insgesamt waren es rund 76.000 Personen. Rund die Hälfte aller Teilnehmer kommt dabei aus Deutschland, gefolgt von Italien, Frankreich, Schweiz und Österreich. So ist die Studie wohl am ehesten für Mitteleuropa aussagekräftig.

Dabei haben schwule Männer aller Altersgruppen  an der Umfrage teilgenommen, wobei über die Hälfte im Alter zwischen 35 und 54 Jahre alt waren.

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Quelle: Gayromeo

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