Argentinien! Was kommt einem da als erstes in den Sinn? Natürlich die erotischen Tangotänzer, die mit ihrem Hüftschwung ganze Lebenswege fremder Männer verändert haben. Vielleicht denkt man auch noch an die Anden, die längste Gebirgskette der Welt. Oder an das gigantische Weideland und die berühmten Rinder, die so oft medium bis rare auf unseren Tellern landen.

Doch wir sollten uns neu justieren, denn aus dem südamerikanischen Staat kommen immer wieder sehr spannende Künstler, die mit starken und kräftigen Bildern eine Wucht entwickeln, die nachhallt.

Einer jener Kreativen ist Damian Rucci. Der argentinische Maler ist 42 Jahre alt und kann auf eine lange Karriere zurückblicken. Bereits im zarten Alter von neun Jahren begann er sein Kunststudium in Buenos Aires. Erfolgreich absolvierte er die renommierte Kunstschule, meisterte eine weitere Ausbildung als Bühnenbildner und veröffentlichte viele seiner Werke auf diversen Ausstellungen.

Dabei ist der kreative Argentinier viel herumgekommen und das nicht nur in seinem Heimatland. Erfolgreich waren seine Werke auch in Madrid, Paris oder auch Berlin zu sehen. Seit 2010 arbeitet er zudem als Professor für Malerei an der Nationalen Universität der Künste in Buenos Aires.

Auffallend bei seinen Werken ist, wie sehr und stark er sich der schwulen Kultur und dem Bild des starken Mannes widmet. Danach befragt, nennt er die griechische Mythologie sowie Einflüsse aus Kolumbien als seine Inspirationsquellen. Doch der Ursprung seiner Leidenschaft reicht bis in seine Kindheit zurück, wie er uns verrät:

„Ich verbrachte diese Zeit zwischen Büchern voll mit Geschichten sowie auch mit den Legenden, die mir meine Eltern erzählten. Zusammen mit den Erzählungen meiner italienischen Großeltern atmete ich förmlich diese mystische Welt ein. Zudem wurde ich stark geprägt von den religiösen Bildern, die in all den Räumen unseres Hauses zu sehen waren.“

Bis heute lassen ihn die religiösen Figuren nicht los, weswegen er sie mit unterschiedlichen Techniken immer wieder in seinen Werken verarbeitet. Vermischt hat er diese Bilder mit zahlreichen Eindrücken, angefangen von dem Bildnis der starken Kerle seines Heimatlandes über Attribute aus dem Fetisch-Bereich bis hin zu Comics, Tätowierungen und Collagen von berühmten Vorbildern wie Pierre et Gilles oder Tom of Finnland.

Mit ihnen gemein hat Damian Rucci die kraftvolle Hingabe in seinen Werken, diese Magie, die sie beim Betrachter erzeugen – man kann sich ihnen nur schwerlich entziehen. Wir sollten uns also merken, es gibt mehr als gutes Rindfleisch, das aus Argentinien zu uns kommt.

Mehr Informationen hier: Damian Rucci

Instagram: #damianrucci

 

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