Unser Instinkt trügt nicht: Spermaschlucken ist eigentlich gut für uns. Zwar mit Einschränkungen, aufgrund des Risikos einer Ansteckung mit HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten, aber dennoch: Forscher der Karl-Franzens-Universität Graz haben nämlich herausgefunden, dass Spermidin, eine natürliche Substanz, die auch in Samenflüssigkeit vorkommt, die Herz-Kreislauf-Gesundheit verbessern kann. Frank Madeo und Tobias Eisenberg mit ihrem Team vom Institut für Molekulare Biowissenschaften an der Uni Graz konnten bereits 2009 beweisen, dass Zellen durch Spermidin länger leben. Das liegt daran, dass der Lustsaft-Wirkstoff die sogenannte Autophagie, einen zellulären Reinigungsprozess, begünstigt. In Labortests stellte sich heraus, dass einfache Organismen wie Hefe, Fruchtfliegen und Fadenwürmer mithilfe von Spermidin länger leben.

Gibt es bald Spermapillen?

Wie die Wissenschafts-Redaktion des Österreichischen Rundfunks berichtete, haben die Grazer Forscher nun herausgefunden, dass dieser Effekt besonders auf das Herz zutrifft: Weitere Forschungen, die die Grazer Wissenschaftler und die Med-Uni Graz gemeinsam mit Kollegen aus Deutschland, Frankreich und den USA durchgeführt haben, ergaben, dass bei Ratten, die wegen einer salzreichen Diät an erhöhtem Blutdruck litten, die Zugabe von Spermidin eine Senkung des Blutdrucks und eine Verbesserung der Herzfunktion bewirkte.

wieviel Sperma muss man schlucken, damit die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe überhaupt wirksam werden?

Wenn man sich also etwas kränklich fühlt, sollte man seinen Partner vielleicht einfach mal bitten, dass er einem in den Mund spritzt. Denn anders als andere lebensverlängernde Stoffe, wie der Immunsystemhemmstoff Rapamycin, der Diabetes auslösen kann, oder etwa Resveratrol, welches im Wein nur so gering vorkommt, dass es keine Wirkung zeigt, hat Spermidin zusätzlich den Vorteil, dass es keine Nebenwirkungen hat.

Aber wieviel Sperma muss man schlucken, damit die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe überhaupt wirksam werden? Madeo und Eisenberg haben sich längst eine Methode patentieren lassen, Spermidin in Form einer Pille oder eines Getränks zu sich zu nehmen. Solange es eine solche Spermidin-Pille aber noch nicht gibt und man Safer Sex streng praktiziert, kann man auf Weizenkeime, Sojabohnen, Erbsen, einige Käsesorten, Pilze und Nüsse zurückgreifen, denn diese Lebensmittel enthalten den wertvollen Wirkstoff ebenfalls.

Eine tolle Geschenk-Idee für die beste Freundin …

Vloggerin Tracy Kiss hat ein Video hochgeladen, in dem sie sich Sperma ins Gesicht schmiert. Sie schwört auf die heilende Wirkung des Wundersaftes und behauptet, er kühle und beruhige ihre empfindliche Haut. Tracy leidet an Rosazea, einer Akne-ähnlichen Hautkrankheit, die mit Rötungen und Schwellungen einhergeht. Seit der Behandlung sollen sich die Symptome deutlich verringert haben. Das Sperma hat sie sich von Freunden spenden lassen. Wenn’s schön macht …

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