José Rivera junior ist einer von vielen internatio­nalen Gastrednern zur Berliner UNIT in diesem Mai. Der New Yorker Performance-Künstler und Sänger interessiert sich eben auch für die technischen Aspekte der darstellenden Kunst und ist begeisterter Unterstützer des schwul-lesbischen Nerd-Kollektivs, das sich vorgenommen, die Welt einhörniger zu machen.

BM: Was bringt dich dieses Jahr zur UNIT Konferenz?

Jose: Der kreative Austausch mit anderen Technik- und Wissenschaftsbegeisterten ist für mich das Beste an UNIT. In meiner Arbeit als Musiker verwende ich Tanzelemente und Videotechnik, daher interessiert mich immer, was es an neuen Möglichkeiten gibt.

BM: Was sind deine künstlerischen Vorbilder?

Jose: Ich liebe die queere Old School, also Künstler wie John Waters oder Meredith Monk. Aber auch Lady Gaga und ihre Show zum Superbowl mit den Drohnen. Ich bin ein totaler Pop-Culture-Junkie und finde ständig Sachen, die mich begeistern.

BM: Darf man fragen, wie es dir mit eurem neuen Präsidenten geht?

Jose: Er macht mich unglaublich wütend, aber mehr noch bin ich angespornt. Ich will meine Identität noch mehr nach außen tragen. Unsere Gesellschaft hat sich innerhalb kürzester Zeit verbal zum Faschismus hinentwickelt und es scheint, als gäbe es nichts, was man dagegen tun kann. Aber ich denke, dass jede einzelne Stimme gerade jetzt zählt. Wir müssten alle sagen: Trump, du bist nicht unser Anführer, sondern unsere gemeinsame Herausforderung, die wir meistern.

BM: Wie soll das aussehen?

Jose: Indem wir aufhören, uns gegenseitige Vorwürfe zu machen und darüber zu streiten, wer die besseren Ideen hat. Wir müssen wieder aktiv zuhören und einander verstehen lernen.

 

 

UNIT 2017

The Global LGBTI Tech & Science Conference

Rollbergstr. 26 | 12053 Berlin

Samstag, 6.Mai | 10 Uhr

Tickets & Info:
www.connecting-unicorns.com

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