Dass alle Bruno’s Stores für das private Vergnügen mit Gebrauchsmitteln, Anregungen und der passenden Unterwäsche behilflich sein können ist bekannt. Noch nicht bekannt ist, dass der Berliner Flagshipstore jetzt in die Maaßenstraße 14 und damit direkt an den Winterfeldtplatz gezogen ist. Wa­rum der Umzug nach 15 Jahren sein musste und jetzt auch neue Kundschaft anlockt, besprachen wir mit dem Store Manager Frank Liedtke.

Boner Magaine #44 März 2017 - Brunos Berlin Neueröffnung (2)Schön ist der Laden geworden. Ist er denn größer?

Nein, eigentlich ist er sogar kleiner, er wirkt aber wesentlicher geräumiger, man hat den Eindruck es wäre mehr. Der Laden hat gute 430 qm mit zwei Eingängen, einen zur Maaßenstraße und einen zur Winterfeldtstraße.

Wolltet Ihr umziehen – oder musstet Ihr?

Wir hatten schon immer mal überlegt, entweder den alten Laden zu renovieren und ihm ein Imagewechsel zu verpassen oder uns nach etwas Neuem umzusehen. Zusätzlich standen auch noch Verhandlungen zum Mietvertrag wieder an. Da hat sich dann ergeben, mit einem neuenLaden an den Winterfeldplatz mit mehr Laufkundschaft zu ziehen. Offenbar ist die Hochbahn-Trasse der U-Bahn am Nollendorfplatz außerdem eine Art magische Grenze.

Ihr seit jetzt jetzt seit einigen Wochen hier am neuen Standort. Kommen denn andere Leute als vorher?

Ja auf jeden Fall, es gibt mehr Laufkundschaft und wir erleben, das viele Neukunden unseren Mitarbeitern sagen: „Ich bin zum ersten Mal bei Bruno’s. Da drüben bin ich nie hin gegangen.“
Kommen denn auch Frauen, die dann zum Winterfeldt-Markt am Samstag gehen und für ihren Mann Unterwäsche kaufen? Noch sind es wenige, da wir aber den Laden zweigeteilt haben, wenden wir uns mit dem Eingang an der Winterfeldtstraße auch an weiteres Publikum und zur Maaßenstraße hin, eher bunt und queer.

 

Wie lange wart Ihr in der Bülowstraße?

Das müssten so etwa 15 Jahre gewesen sein, davor waren wir in der Nürnberger Straße.

Hat sich das Sortiment geändert?

Nicht sehr, Barcode Berlin, die vorher auch schon eine Fläche hatten, sind jetzt noch stärker präsent. Ansonsten haben wir neue Ledersachen ins Sortiment aufgenommen, preiswerte Lederharnisse und Lederacessoires unter anderem. Dann haben wir die Marke „Maskulo“ neu, die geht in die Biker-Richtung. Wir haben auch immer mal wieder mit Taschen geliebäugelt, das wird sich dann in dem Boutique-Charakter wiederspiegeln.

Es ist sogar in Planung, die Umkleiden mit Schwarzlicht und Discokugel auszustatten.

Interview Ernesto Klews

 

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