Einige kennen sie als vorübergehende Erscheinung, die anderen leben mit ihr über Jahre. Minderheiten sind besonders betroffen – aber es gibt Wege hinaus.

Du verlässt um diese Jahreszeit am Morgen in der Dunkelheit deine Wohnung, um zur Arbeit zu gehen und kommst abends erst wieder im Dunkeln nach Hause. Die Zimmer sind leer und kalt, aber das Wochenende steht vor der Tür. Du holst dir etwas zu trinken, vielleicht ein Bier, setzt dich an den Laptop oder öffnest eine App auf deinem Smartphone und die Suche nach einem sexuellen Abenteuer für die Nacht, für das Wochenende, beginnt. Was sollte man auch sonst anstellen? Eigentlich weißt du gar nicht, was du genau tun willst, aber besser als nichts ist eine Runde Sex allemal, oder? 

Du fickst und lässt dich ficken, du trinkst, rauchst, schluckst Tabletten, schniefst oder spritzt dir etwas – denn du bist ja allein und keiner versteht dich, oder?

Kommen dir diese Gedanken irgendwie bekannt vor? Du blickst aus dem Fenster, siehst die Lichter der Stadt, vielleicht ein paar Menschen, die von A nach B jagen, letzte Einkäufe erledigen, während dein Gehirn plötzlich auf Stumm schaltet – du fühlst dich einsam, obwohl um dich herum und in allen Apps Hunderte von Männer warten. Vielleicht bist du einfach nicht normal, oder? Immerhin, es passt doch alles, du hast doch einen Job, Freunde, Sex, und vieles mehr. Deine Gedanken drehen sich und du fällst immer tiefer in dieses schwarze Loch, das selbst der größte Schwanz, der beste Drink oder das geilste High eines Drogenrauschs nicht stopfen können. Alle Ersatzhandlungen machen nur kurzfristig Freude, wirklich befriedigen können sie auf Dauer nicht. Und da ist sie, die innere Leere, die einfach nicht mehr weggehen will. Du spürst diesen emotionalen Hunger in dir, die Einsamkeit, die leisen Zweifel, dieses Vakuum, als wäre nichts in dir – und so greifst du doch wieder zu kurzweiligen Ablenkungen. Du fickst und lässt dich ficken, du trinkst, rauchst, schluckst Tabletten, schniefst oder spritzt dir etwas – denn du bist ja allein und keiner versteht dich, oder?

Die letzte Frage lässt sich mit einem klaren Nein beantworten, denn alleine bist du definitiv nicht. Fast vierzig Prozent der Homosexuellen fühlt sich immer mal wieder niedergeschlagen, hoffnungslos, ängstlich – spürt diese innere Leere. Fünf Prozent leben ständig in dieser Situation, so eine Umfrage der Deutschen Aidshilfe unter mehr als 16.000 schwulen und bisexuellen Männern. Vergleicht man die Ergebnisse mit Umfragen unter heterosexuellen Personen, zeigt sich klar, dass etwa doppelt so viele Schwule an diesen Gefühlen leiden im Vergleich zu anderen Männern, am stärksten betroffen sind dabei junge Homosexuelle bis 29 Jahre. Doch woher kommt diese Leere und warum versuchen so viele von uns, sie mit Sex, Alkohol oder Drogen zu kompensieren? Und wie schafft man es da wieder raus? 

Die Mienenfelder in uns – von der Kindheit bis zur schwulen Selbstwahrnehmung

Wir müssen uns eingestehen, es gibt eine einfache, einzige Antwort auf diese Frage nach dem Warum eben nicht. Meistens kommen nach Auskunft zahlreicher Psychologen mehrere Auslöser zusammen, die ihren Ursprung in emotionalen Schmerzen und Problemen haben. Schauen wir etwas genauer hin: Ein Kernaspekt für viele Fachleute sind die Kindheit und die Jugend. Der Hauptpunkt dabei ist oftmals eine fehlende Befriedigung von Grundbedürfnissen in jener Zeit – von nicht vorhandener Geborgenheit über die Erfahrung, dass Liebe und Zuneigung der Eltern scheinbar an Bedingungen wie gute Schulnoten oder ähnliches geknüpft sind, bis hin zu der Wahrnehmung, dass Kinder nicht als vollwertig empfunden werden. Viele junge Menschen erleben, dass sie nicht um ihrer selbst willen geliebt werden – doch genau das wäre die Grundvoraussetzung für eine glückliche Kindheit. Die meisten dieser Menschen leiden viele Jahrzehnte daran, fühlen sich minderwertig und versuchen doch, es Anderen stets recht zu machen, akzeptiert zu werden.

 

Dieses innere Gefühl von Nichtigkeit ist weit verbreitet, unabhängig davon, ob jemand nach außen hin beruflich und privat erfolgreich sein mag

Die Experten sind sich einig darin, dass ein geringes Selbstwertgefühl und fehlende Anerkennung in den allermeisten Fällen der Auslöser für diese innere Leere ist, bei schwulen Männern wird diese Problematik oft dadurch noch verstärkt, dass sie mit der Erkenntnis ihrer eigenen Homosexualität praktisch ein weiteres Mal in Frage stellen müssen, ob sie es mit ihrer „nicht normalen“ Lebensgestaltung überhaupt wert sind, geliebt zu werden. Dieses innere Gefühl von Nichtigkeit ist weit verbreitet, unabhängig davon, ob jemand nach außen hin beruflich und privat erfolgreich sein mag – die verzerrte Selbstwahrnehmung bleibt davon unberührt, denn niemals ist das Erreichte genug. Verstärkt wird dieses Wahrnehmen durch das gebetsmühlenartig vorgebrachte Credo unserer Gesellschaft, dass verdient glücklich nur der sein kann, der erfolgreich ist. Weiter befeuert wird diese Problematik zudem von dem irrwitzigen Verhalten, das nicht wenige schwule Männer dann noch innerhalb der Gay-Community an den Tag legen. Gerade in Zeiten von Profilen, in denen ihre Besitzer immer wieder stark betonen, bloß keine Alten, Fetten oder femininen Männer kennenlernen zu wollen, fühlt sich die Gemeinschaft innerhalb der Szene besonders kaltherzig an. Dies schmerzt umso mehr, da viele Schwule gelernt haben, dass sie nur innerhalb der Community unverstellt leben und agieren können. Es macht einen schon sehr nachdenklich, wenn man sich klarmacht, dass noch vor wenigen Jahren schwule Männer diese innere Leere gespürt haben, weil sie sich nicht outen konnten beziehungsweise ansonsten von Familien und der Gesellschaft ausgestoßen worden wären. Und heutzutage Millionen von Menschen mit einem LGBTQ-Hintergrund die gleiche, verletzende Isolation innerhalb der Szene spüren. 

Diese Apps befeuern dabei das eigene Minderwertigkeitsgefühl, es gibt kein Gespräch, keinen Austausch mehr, mit einem Klick ist man aussortiert – auf zum nächsten, scheinbar perfekten Frischfleisch.

Natürlich muss man entgegenhalten, dass jeder Mensch persönliche Neigungen und Vorlieben hat, die es ebenso zu akzeptieren gilt. Wer nun einmal partout nichts mit Männern über 30 Jahren oder Kerlen mit einem Bauch oder eher zarten Jünglingen anfangen kann, hat ein gutes Recht, das auch klar zu kommunizieren. Doch genau hier stolpern wir über ein weiteres Problem in der schwulen Gemeinschaft: den fehlenden Respekt anderen Kerlen gegenüber. In der Prä-Internet-Ära konnte man sich im schwulen Club oder in der Sauna ebenso eine Absage einhandeln, doch nicht selten geschah es, dass man trotzdem auch ohne Sex noch ein paar freundliche Worte miteinander austauschen konnte. Im besten Fall entstanden dadurch vielleicht sogar Freundschaften. Doch diese Zeiten sind vorbei, gerade einmal einer von zwanzig schwulen Kerlen besucht noch ab und an eine Bar, einen Club oder eine Sauna, dem gegenüber nutzen fast achtzig Prozent regelmäßig schwule Internetseiten und Apps. Diese Apps befeuern dabei das eigene Minderwertigkeitsgefühl, es gibt kein Gespräch, keinen Austausch mehr, mit einem Klick ist man aussortiert – auf zum nächsten, scheinbar perfekten Frischfleisch.

Ein weiterer Aspekt, warum gerade schwule Männer verstärkt unter dem Gefühl von innerer Leere leiden, ist das sogenannte Minderheitenstressmodell. Hinter dem sperrigen Begriff verbirgt sich die simple Tatsache, dass Menschen wie Homosexuelle, die einer gewissen Randgruppe angehören, genau dadurch vermehrt unter Druck und Stress geraten. Das fängt schon bei dem nach wie vor beliebten Schimpfwort „Schwuchtel“ auf deutschen Schulhöfen an und entwickelt sich über die Familie bis zum Arbeitsplatz weiter. Jeder dritte Schwule ist nicht bei seiner Familie geoutet, im Job redet sogar nur die Hälfte der Jungs über ihre Homosexualität. Man mag das leichtfertig als Privatsache abtun, doch macht es etwas mit einem, wenn man nicht vollwertig im täglichen Leben agieren darf, wenn man immer einen Teil seiner Persönlichkeit verstecken muss – all die kleinen Lügen und Ausflüchte, wenn die Kollegen zum Beispiel einfach nur nach dem Wochenende fragen. Neben der motivationstötenden Routine oder der Erkenntnis, im falschen Job zu stecken, wird die innere Leere gerade also auch im Berufsleben dadurch immer größer, wenn wir gegen unsere eigenen Bedürfnisse handeln. Gerade einmal 15 Prozent der Arbeitnehmer sind nach dem Gallup Engagement Index überhaupt emotional zufrieden mit ihrem Job. Kurzgesagt, wir tun etwas, was uns nicht glücklich macht, und verstecken uns dabei auch noch, wir spielen eine Rolle. 

Ein weiterer Punkt dieses Minderheiten­stressmodells ist dabei die Tatsache, dass selbst Schwule, die nie direkt homophobe Angriffe erlebt haben, trotzdem ständig damit rechnen. Sie erwarten förmlich, dass es jederzeit passieren kann. Ein Paradebeispiel hierfür ist das Hand-in-Hand-Gehen mit dem Partner in der Öffentlichkeit – was für verliebte Heterosexuelle das Normalste in der Welt ist, bedeutet für homosexuelle Männer stets einen emotionalen Kraftakt. Und in der Tat erwarten wir böse Blicke und Sprüche – und das leider inzwischen auch wieder in szenenahen Stadtteilen, denn auch hier passierte es in letzten Monaten immer wieder, dass schwule Jungs Opfer einer Gewalttat wurden. Diese Vorsicht mündet oftmals sogar paradoxerweise in einer Ablehnung anderer Homosexueller: Immerhin 35 Prozent der Schwulen in der Befragung der Deutschen Aidshilfe fühlen sich irgendwie unwohl, wenn sie in der Öffentlichkeit mit einer offensichtlich schwulen Person gesehen werden. Etwa jeder Fünfte ist nur ungern in Gesellschaft von anderen Homosexuellen, über dreißig Prozent fühlen sich nur bedingt wohl als schwuler Mann. 

Wie sehr solche Eindrücke das Lebensgefühl von Schwulen negativ beeinflussen können, zeigt jedes Jahr aufs Neue auch die Suizidrate unter jungen Homosexuellen, die zwischen vier- und siebenmal höher liegt als bei Jugendlichen im Allgemeinen. Dabei zeigt eine Studie des Berliner Senats ganz deutlich, dass nicht die Homosexualität an sich dazu führt, sondern die Ängste und Erfahrungen im Umfeld die Jungs in diese innere Leere ziehen. Zudem erleben sie besonders oft im Vergleich zu anderen Altersgruppen verbale oder physische Gewalt, es sind fast vierzig Prozent von ihnen. Der Epidemiologe Travis Salway von der Universität British Columbia in Vancouver hat sich erst 2018 zuletzt in einer wissenschaftlichen Abhandlung mit den erhöhten Suizidraten beschäftigt. Seiner Auffassung nach wird sich an der Situation nicht viel ändern, wenn wir nicht endlich anfangen, diese andauernde Homophobie in Teilen der Gesellschaft viel klarer zu benennen, unkomplizierter und schneller Beratungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen und die schwule Gemeinschaft sowie das kulturelle Erbe zu stärken. Leider lehnt ein Großteil der betroffenen Schwulen bis heute ab, sich Hilfe zu holen, gerade einmal jeder Dritte war in einer therapeutischen oder medizinischen Behandlung oder bei einer Beratungsstelle. 

Dank Internet funktioniert die Luftblase der Selbstoptimierung und der unerfüllbaren Forderungen bezüglich des Traumpartners nach wie vor sehr gut.

Wir sehen, die innere Leere ist komplex und wird von verschiedenen Faktoren bestimmt – ein Letzter davon ist wohl auch die gierige Suche nach Liebe, nach einer Beziehung. Gerade junge Homosexuelle fixieren sich immer mehr darauf, wollen um jeden Preis den perfekten Lover haben. Rund 90 Prozent von ihnen wünscht sich eine feste Beziehung. Dreiviertel der schwulen Jungs sind Single, im gesamten Durchschnitt jeder zweite homosexuelle Mann. Während mit der Reife und den Erfahrungen schwuler Lebensmodelle mit steigendem Alter auch eine gewisse Entspanntheit im Umgang damit einher gehen, zeigt eine Studie des Instituts Gallup, dass die junge Generation sich vor allem anderen individuell verwirklichen will — und dazu gehört eben auch der perfekte Lover, der natürlich keine Fehler, keine Makel haben darf. Dank Internet funktioniert die Luftblase der Selbstoptimierung und der unerfüllbaren Forderungen bezüglich des Traumpartners nach wie vor sehr gut. Nur die Realität kann mit den gestellten Bildern nicht mithalten, was wiederum den emotionalen Druck erhöht und immer tiefer in den Kaninchenbau der inneren Leere führt. Ein Grund von vielen sicherlich, warum die meisten Beziehungen unter jungen Homosexuellen nicht länger als maximal ein Jahr andauern. 

Ablenkung bis zum Exzess 

Und so ist es ein leichtes, sich abzulenken. Mit Sex, Drogen, Alkohol. Und am Anfang mag das auch noch wunderbar funktionieren, doch nach und nach werden die dunklen Momente von Monat zu Monat länger und es braucht immer extremere Ablenkungsmanöver – von der Gruppensexparty im Darkroom bis zum Drogenrausch mit Gedächtnisverlust. Schleichend wird so aus der Suche nach Glück eine Sucht. Dabei sind die Ursprünge der Sucht immer die gleichen, ganz egal, mit welcher Variante man sich betäubt. 37 Prozent der Schwulen trinken deutlich zu viel Alkohol, deutschlandweit geht man von rund 1,8 Millionen Alkoholsüchtigen aus. Rund eine halbe Million Menschen sind nach ersten Schätzungen sexsüchtig, weitere rund drei Millionen Menschen sind nach Auskunft der Bundesregierung abhängig von Tabletten oder Drogen, wobei nach Cannabis vor allem Kokain, Heroin, Ecstasy und Crystal Meth die Topseller sind. Es gibt noch keine verlässlichen Daten, ob Homosexuelle besonders stark davon betroffen sind, auch wenn gerade Internetseiten von fanatischen Christen immer wieder gerne das Gegenteil behaupten. Im Grunde spricht man immer dann von einer Sucht, wenn das Verlangen danach immer mehr zum Selbstzweck verkommt, ohne dass sich damit die innere Leere überhaupt noch betäuben lässt. Man verliert die Kontrolle darüber. Auch wenn durch die stetige Verfügbarkeit von Frischfleisch gerade die Sexsucht innerhalb der schwulen Szene als besonders ausgeprägt gilt, gibt es dafür noch keine verlässlichen Erkenntnisse. Doch wie sehr schwuler Sex als Versuch der Ablenkung missbraucht wird, verdeutlichen jüngst auch Romane wie zum Beispiel Scott Alexander Hess‘ Tagebuch eines Sexsüchtigen. 

Sucht, innere Leere – was nun?

Um Herr über seine Sucht zu werden, ist meistens eine Therapie notwendig, erste Hilfe bietet hier zum Beispiel die Schwulenberatung Berlin, bei der man bei Interesse von der ambulanten Therapie bis zur schwulen Selbsthilfegruppe ein Spektrum an Hilfsmöglichkeiten angeboten bekommt. Und was tun, um die innere Leere loszuwerden? Zunächst einmal gilt es, ehrlich gegenüber sich selbst zu sein, sich wirklich einzugestehen, was gerade schief läuft im Leben. Analysiere die Situation, was fehlt dir wirklich im Leben? Erst dann lassen sich die Probleme überhaupt angehen – und hierbei hilft auch gerne ein guter Therapeut. Sehr gerne lässt man sich in solchen Situationen immer tiefer in dieses Loch hineinfallen, anstatt sich der Problematik zu stellen: Versuche, zu akzeptieren, dass es dir im Moment nicht gut geht, kommuniziere das gerne auch nach außen. Bevor man versuchen kann, seine eigenen Gedanken positiv in bessere Wege zu lenken, muss man sich erst einmal selbst die Situation eingestehen. Dabei gilt es auch, keine zu großen Erwartungen zu haben – seine innere Leere wegzubekommen ist ein Prozess und der dauert. Lass dir also Zeit! Triff dich wieder im echten Leben mit Männern, lerne sie kennen, auch abseits den Wünschen nach schnellem Sex oder der perfekten Beziehung. Nach und nach und mit Hilfe von Fachleuten solltest du verstehen, dass du auch alleine glücklich sein kannst und musst, indem du dein Leben so gestaltest, dass du gerne selbst darin lebst – nur dann tut es vielleicht auch ein anderer Mann mit dir. Ebenso gilt es zu lernen, mit seinen Ängsten umzugehen, sei das nun im beruflichen Bereich oder im privaten, liegt der Ursprung nun in der Kindheit oder der Gegenwart. Erst wenn man sich diesen meist unrealistisch oder stark überzogenen Ängsten und falschen Denkmustern stellt, kann man sich den Schmerzen dahinter widmen, diese zulassen und sie so bewältigen. Auch die eigene Routine zu durchbrechen, sei das nun im Job oder im Privatleben, etwas Verrücktes oder Spontanes zu machen, kann als erster Schritt helfen, die innere Leere zu minimieren. Manchmal ist es die einfachste Möglichkeit, aus dem Gedankenkarussell auszubrechen, um dann gestärkt und mit frischem Kopf sich wieder den Fragen zu stellen. Und auch das eigene Verwöhnen darf nicht zu kurz kommen, sich etwas Gutes zu gönnen, denn man ist es sich auf jeden Fall wert. Wer die innere Leere in sich spürt, muss wieder lernen, achtsam mit sich selbst als schwuler Mann umzugehen. Du darfst Sex haben, genießen, feiern, erleben, doch dabei solltest du dich selbst bewusst und mit Freude wahrnehmen und nicht nur ein dunkles Loch tief im Inneren stopfen wollen. Diese innere Leere ist immer ein Zustand des Mangels, aber auch eine Chance, sein Leben in Ruhe neu und deutlich besser umzugestalten. In Tibet nennt man diese Situation Bardo, es beschreibt den Weg von einem Daseinszustand zu einem anderen, einem besseren. Also, mache dich am besten noch heute auf, der Weg mag lang sein, aber am Ende wird dein schwules Leben definitiv besser und glücklicher sein.

Was denkst du darüber?