An diesem Samstag (27.Juni) geht die größte Pride-Parade der Welt online. Unter dem Motto „Global Pride“ haben einige der größten internationalen LGBTQ-Organisationen zusammen mit einem Dutzend Ländern wie beispielsweise Deutschland, Kanada, Schweden, Norwegen und die Schweiz das digitale Pride-Event ins Leben gerufen.

Der Grundgedanke dahinter ist es, ein starkes Signal für Gleichberechtigung in die Welt zu schicken – und das in einem Jahr, in dem dank Covid-19 die allermeisten Prides und CSDs ersatzlos gestrichen sind! Aus aktuellem Anlass wird auch die Black-Lives-Matter-Bewegung stark vertreten sein!

© Cockyboys

Am Global Pride nehmen Veranstalter von über 500 Pride-Paraden weltweit teil, zudem kommen Staatenlenker genauso zu Wort wie internationale Weltstars. Fest zugesagt haben bereits unter anderem schon die Dixie Chicks, Adam Lambert, Kesha, The Village People, Mel C, Leann Rimes, Pussy Riot und die Pussycat Dolls sowie LGBTQ-Urgestein Stephen Fry.

Auch viele Politiker wollen ein starkes Signal aussenden, darunter unter anderem der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden oder auch der kanadische Premierminister Justin Trudeau.

24 Stunden lang wird der Stream dann Inhalte aus der ganzen Welt präsentieren. Die Kernaussage ist dabei die Message, dass die Pride-Veranstaltungen zwar abgesagt werden können, aber der Geist der Prides auch im einundfünfzigsten Jahr der Stonewall-Aufstände weiterleben wird. Co-Präsident Julian Sanjivan des InterPride dazu:

„Wir ermöglichen den Menschen zum ersten Mal, an einen Pride teilzunehmen, wo auch immer sie gerade sind. Das bedeutet, dass Menschen, die nicht unterwegs sind oder in sozial konservativen Ländern leben, dieses Mal auch daran teilnehmen können! Die Unterstützung von Persönlichkeiten und Künstlern aus der Welt wird ein starkes Signal sein für alle LGBTQ Menschen weltweit!“

Nach ersten Schätzungen rechnen die Veranstalter mit rund dreihundert Millionen Zuschauern. Dabei wird die einmalige Show nicht nur auf der Globel-Pride-Website sondern auch zeitgleich auf anderen Plattformen wie Youtube gestreamt werden.

Was aus der Not geboren wurde, zeigt dabei noch eine weitere Komponente auf, wie auch Michelle Meow, die Executive Producerin des Global Pride zu bedenken gibt:

„Einstmals begann der Pride, um zusammen zu kommen und uns für die Freiheit der LGBTQ-Menschen einzusetzen.  Es ist wirklich bemerkenswert, dass wir genau das jetzt während dieser Pandemie tun. Wir bringen diesen Pride in alle Wohnzimmer und zu jedem digitalen Gerät! Ein historisches Ereignis!“

Natürlich kann der Global Pride überall dort, wo größere Menschenzusammenkünfte wieder gestattet sind, auch in größeren Gruppen mitgefeiert werden.

Übrigens nicht nur der Global Pride will ein starkes Zeichen setzen, auch in Deutschland wird mit aller Tatkraft daran gearbeitet. Sowohl der CSD München wie auch der CSD Berlin gehen beide im Juli mit einem eigenen Pride online!

DON´T MISS IT:

27. Juni: GLOBAL PRIDE

11+12. Juli: CSD MÜNCHEN

25. Juli: CSD BERLIN

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