Man mag es kaum glauben, aber so langsam kommt das altehrwürdige Europa in kleinen Schritten in der Gegenwart an. Gott bewahre, dass die Prüderie wirklich weniger wird, aber sagen wir es so: Es gibt kleine Entwicklungen. Gut, so klein sind die gar nicht, wenn man an den Schwanz von Sam Morris denkt, dem Cover-Model der Februar-Ausgabe des Boner Magazines.

Doch der Reihe nach: Der Fernsehsender Channel 4, der uns bereits die schwulen Kultserien „Queer as Folk“, „Cucumber“ und „Banana“ schenkte, hat nun abermals für Aufsehen im Vereinigten Königreich gesorgt.

In der Dokumentation „Me and my Penis“ war zur Primetime erstmals im britischen Fernsehen ein vollkommen erigierter Schwanz zu sehen. Und zwar nicht irgendeiner, sondern das Prachtexemplar von Sam Morris. God save the Queen!

© Sam Morris für Boner Magazine

Dem britischen Fernsehsender ging es darum, endlich ein starkes Signal gegen die Prüderie des Landes zu setzen, so einer der TV-Macher:

„Ohne einen erigierten Penis gäbe es kein Leben! Darin ruht eine ungeheure Kraft, nicht nur eine physische Größe, sondern auch eine maskuline Verbindung mit allem und jedem.“

© Sam Morris für Boner Magazine

Der Brite Sam Morris findet indes die Aktion sehr cool, immerhin ist er und sein bestes Teil damit in die TV-Geschichte Großbritanniens eingegangen:

„Ich verstehe bis heute nicht, warum eine Erektion mit so viel Scham verbunden ist für viele Menschen. Das macht überhaupt keinen Sinn. Wir sind einfach prüde in Großbritannien.“

© Sam Morris für Boner Magazine

Nicht nur dort, will man sagen, denn einen harten Penis gab es so auch wohl noch nicht im deutschen Fernsehen zu sehen. Weibliche Brüste und Vaginen scheinen dagegen seit längerem kein großes Problem fürs Fernseh-Feuilleton zu sein.

Also, liebe ARD, liebes ZDF, wie wäre es mit dem deutschen Tim Kruger mit hartem Penis direkt zum Hauptprogramm um 20.15 Uhr? Wir würden auch einschalten, versprochen! Mit dem Zweiten sieht man ja bekanntlich besser.

© timtales.com