Fräulein Schmitt findet, dass Schwule langsam alt genug sind, die Wahrheit über ihre heterosexuellen Artgenossen  zu erfahren. Die sind nämlich gar nicht so schlimm. Sie sind noch viel schlimmer…

Es war einer dieser Tage, die sich wie Kaugummi ziehen. Es passierte einfach gar nichts. Das Telefon schweigt, bis auf die obligatorischen Spinner, die jeden Tag anrufen und mir die Zeit stehlen. Die Türklingel ist so stumm, dass die Herrin zwischendurch zur Tür stöckelt, um zu checken, ob sie überhaupt noch funktioniert. Meine Laune sank mit jeder Minute weiter Richtung Keller. Dann, kurz vor Feierabend klingelt es doch. Ich schlucke meine Laune runter, tausche die gemütlichen Hausschuhe gegen High Heels und öffne die Tür. Vor mir steht ein Kerl, der so unscheinbar ist, dass ich ihn glatt übersehen hätte, trotz seiner zwei Meter Größe und geschätzten 150 kg Körpergewicht. Ich bitte ihn herein und frage was ich für ihn tun kann. Seine Antwort bringt mich zum Lachen: “Ich wollte mich etwas verwöhnen lassen.“ Wir sind kein Massage-Salon, also entgegne ich: „Sicher, dass du hier richtig bist?“ – „Oh ja. Ich steh auf fisten.“ Okay, now we are talking.

Zu dieser Zeit ist kein Männerarsch vor mir sicher. Es mag meine Form von Emanzipation sein, Männern alles Mögliche in den Arsch zu schieben. Unnötig zu erwähnen, dass meine Laune mehr als nur wieder hergestellt ist. Als er mir noch im Vorgespräch beichtet, er mag es gerne auch etwas extremer „mit zwei Händen oder auch den ganzen Arm“, schreie ich innerlich Hurra! Meine Kolleginnen will er gar nicht erst kennen lernen und auch beim Preis zickt er nicht rum. Los geht’s.

Er ist aufnahmefähig. Meine erste Hand flutscht nur so rein. Ich gehe etwas tiefer und fühle seine Bauchschlagader in meiner Hand pulsieren. Wie viel näher kann man einem Menschen noch sein? Ich versinke immer tiefer in ihm und für die zweite Hand ist auch noch spielend Platz. Um die Uhrzeit jedoch werden meine Arme langsam schwer, also hole ich mir Verstärkung. Meine süße Kollegin Lady Svenja und ich fisten ihm schliesslich den Verstand aus dem Leib bis er ganz von alleine explodiert.

Er besuchte mich dann eine ganze Weile regelmäßig und wir lernten uns besser kennen. Zwar bearbeite ich heute seinen Arsch nicht mehr, aber er ist einer meiner engsten Freunde geworden. Tja, mancher Arbeitstag endet eben besser als vermutet.

Fräulein Schmitt

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