Lieber armer Jair Bolsonaro,

wir können es gar nicht mehr mit ansehen, wie du als brasilianischer Staatspräsident in letzter Zeit ständig mit hochrotem Kopf durch die Gegend läufst.

Geht es dir vielleicht nicht gut?

Warst du doch zu nah bei der letzten Brandrodung im brasilianischen Dschungel mit dabei?

Oder bist du noch immer sauer, weil eine Bundesrichterin entschieden hat, dass du doch weiterhin Filme mit LGBTQ-Thematik fördern musst, obwohl das doch nur rausgeschmissenes Geld sei?

Oder bekommst du noch immer Schnappatmung, weil ebenso hoch richterlich  bestimmt wurde, dass Homophobie als Verbrechen einzustufen ist?

Ach, lieber Jair – wir dürfen dich doch Jair nennen, oder? – was ist denn da los in Brasilien, hm? Du machst doch wirklich alles, um die schöne alte Homophobie anzufeuern, aber irgendwie lachen die am Ende immer über dich?

Jetzt hast du auch noch versucht, dein extremes Missmanagement in der Corona-Krise zu verheimlichen. MIt dem bahnbrechenden Argument, an allem sei die Weltgesundheitsorganisation WHO Schuld. Aber wie dein Big Buddy aus dem White House hast du es nicht bei der Anschuldigung gelassen, nein, du hast zudem erklärt:

Die WHO ermutige Kinder zu Homosexualität und zur Masturbation.

© Cockyboys

Ist leider natürlich kompletter Blödsinn, aber du pflegst halt die alten Traditionen der rechtsextremen Staatschefs:

Fuck the truth! We love the fake!

Wir wissen ja, Jair, dass du nachts feuchte Träume von Polen, der Türkei und Ungarn hast, weil dort die Abschaffung der Demokratie so viel schöner funktioniert als in Brasilien. 

Dummerweise erkennen immer mehr Brasilianer, dass du nicht gerade die hellste Kerze am Kuchen bist – nur weil dein Vorname Jair soviel wie „Erleuchtet“ heißt, bedeutet das leider nicht, dass automatisch auch das Licht im Oberstübchen an ist.

Ach, Jair, und jetzt werden selbst in deinem angehimmelten Militär die Stimmen immer lauter, die dich kritisieren.

So ein homophober Diktator hat es wirklich nicht leicht – da kann einem schon der Kopf platzen vor Wut!

.Foto: Isac Nóbrega

Wir würden dir natürlich gerne auch etwas Erleuchtung für den Hohlraum zwischen deinen spitzen Spock-Ohren schenken, aber es ist zu befürchten, dass deine Schädelhöhle bereits genauso schwarz und verbrannt ist wie immer größere Teile der brasilianischen Regenwälder.

Und wir möchten dir daher auch nicht Spocks Gruß erwidern: „Lebe lang und in Frieden.“ Dafür ist es etwas zu spät, Jair.

Wie sagt dein Buddy im Geiste, Donald Trump, so gerne: So sad.

Er grüßt dich herzlich aus dem Bunker.

Dein Boner Team

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