Beim Beginn einer HIV-Therapie ist ein wichtiges Kriterium für den Erfolg, wie schnell die Anzahl der für das Immunsystem wichtigen CD4-Zellen wieder ansteigt. Eine Studie untersuchte nun den Einfluss von Mikronährstoffen (u.a. Selen, Vitamin A, B, D und Eisen) und Entzündungsmarkern auf den Anstieg der CD4-Zellen nach Therapiebeginn. Dabei zeigten Patienten mit niedrigen Vitamin D-Spiegeln vor Beginn der Therapie (geringer als 30ng/ml) einen deutlich geringeren Anstieg an CD4-Zellen. Zuvor war bereits bekannt, dass ein niedriger Vitamin D-Spiegel bei unbehandelter HIV-Infektion zu einem schnelleren Fortschreiten der Erkrankung und einem häufigeren Auftreten von Komplikationen führt. Diese neue Arbeit zeigt nun, dass auch bei einer behandelten HIV-Infektion die Korrektur eines zu niedrigen Vitamin D-Spiegels wichtig sein könnte. Die Autoren der Studie regen an, auch den Einfluss weiterer Mikronährstoffe und Entzündungsbotenstoffen zu untersuchen. 

Mehr Wissenswertes über HIV gibt’s auf www.projektinfo.de

Was denkst du darüber?