Der CSD München, Munich Kyiv Queer und die ukrainische LSBTI-Organisation Gender Z laden Aktivist*innen aus Bayern zu einer bayerisch-ukrainischen Begegnung in München und Kyjiw/Saporischschja ein. Die LSBTI-Bewegungen Deutschlands und der Ukraine haben sich in den vergangenen Jahren sehr unterschiedlich entwickelt: Die Christopher Street Days (CSD) sind zu einem politischen Großereignis in deutschen Städten geworden mit Party, Kultur und Demo. Die Aktivist*innen in der Ukraine dagegen müssen für ihre Rechte und um gesamtgesellschaftliche Akzeptanz täglich kämpfen. Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten sehen, um voneinander zu lernen – das soll die Mission einer ukrainisch-bayerischen Delegation von LSBTI-Aktivist*innen sein, die sich im Frühjahr und Sommer zum Jugendaustausch trifft.

Die zehnköpfige Gruppe, die möglichst zu gleichen Teilen aus jungen LSBTI-Aktivist*innen (bis 35) aus Bayern und der Ukraine bestehen soll, untersucht, wie die Bewegung die Gleichstellung in beiden Ländern befördert hat und welche gesellschaftspolitischen Aktionen dazu beigetragen haben. So sollen auch neue gemeinsame Projekte entstehen. Neben der Theorie geht es auch um Praktisches: In Saporischschja zum Beispiel bereiten die Teilnehmer*innen einen Flashmob zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHoBIT) vor, in München marschieren sie beim CSD mit.

Ratschen und zupacken

Die Begegnung findet in zwei Phasen statt: Vom 7. bis zum 14. Mai 2019 reist die bayerische Gruppe nach Kyjiw, dann nach Saporischschja, um dort mit ihren ukrainischen Kolleg*innen die wichtigsten Akteur*innen und Institutionen der LSBTI-Szene kennen zu lernen, auch Workshops sind geplant. Vom 9. bis zum 14. Juli 2019 besuchen die ukrainischen Teilnehmer*innen die bayerische Gruppe in München und treffen auch hier auf Organisationen und Menschen der LSBTI-Community; in Bayern sind ebenfalls Workshops geplant.

Die Veranstaltung findet auf Deutsch, Russisch und Ukrainisch mit Übersetzung statt. Die Übernachtungs-, Fahrt- und Verpflegungskosten werden von den Veranstaltenden übernommen. Die Unterbringung erfolgt in Mehrbettzimmern in Hostels oder privat.

Deadline ist der 17. März

Die Veranstaltenden bitten Interessierte, bis zum 17. März ihre Bewerbungen zu schicken. Die Unterlagen finden sie im Anhang oder hier. Eine Jury entscheidet über die Vergabe der Plätze. Die Begegnung findet mit freundlicher Unterstützung des Bayerischen Jugendrings und des Kulturreferats der Landeshauptstadt München statt.

Der CSD wird in München seit 1980 gefeiert. Mehrere Zehntausend Lesben, Schwule, Bi, Trans* und Inter* gehen Jahr für Jahr auf die Straße, um unter wechselndem Motto Akzeptanz und rechtliche Gleichstellung einzufordern, 175.000 waren es 2018. Gesellschafter der CSD München GmbH sind die Lesbenberatung LeTRa, die Münchner Aids-Hilfe, die Wähler*inneninitiative Rosa Liste und das Münchner Schwulenzentrum Sub. Dieses Jahr steht die Veranstaltung unter dem Motto: „50 Jahre Stonewall. Celebrate diversity! Fight for equality!“. Mit dem Pride in seiner Partnerstadt Kyjiw pflegt der Münchner CSD eine enge Kooperation wie die gesamte Münchner LSBTI-Community, die die Kontaktgruppe Munich Kyiv Queer koordiniert. Es geht um gemeinsame politische Aktionen, einen fachwissenschaftlichen Austausch und um kulturelle Projekte.

Kontakt:

Conrad Breyer

Pressereferent Kyjiw-Kooperation

00491701859705

conrad@MunichKyivQueer.org

www.MunichKyivQueer.org

 

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