Lust auf harte Schwänze!

Lust auf harte Schwänze!

Keine Scham vor harten Schwänzen - so könnte man etwas vereinfacht die Maxime des jungen Pornodarstellers Daniel Hausser auf den Punkt bringen. Der gerade einmal Anfang zwanzigjährige junge Mann ist aber viel mehr als nur ein üblicher Toyboy, der ein paar Pornofilme dreht und dann ebenso schnell wieder in der Versenkung verschwindet.

Er hat das Zeug, längerfristig erfolgreich zu sein. Geboren in Amerika hat Daniel Hausser familiäre Wurzeln in Deutschland und Schweden, weswegen er beide Länder auch gerne besucht. Bereits mit fünfzehn Jahren begann er eine Ausbildung an einer amerikanischen Schule für darstellende Künste und spielte seitdem in mehreren Kurzfilmen mit. Seine Filmleidenschaft spiegelt sich in vielen Facetten seines Lebens wider, so ließ er sich spontan als Zweitnamen „Vladislaus“ eintragen in Anlehnung an seinen Lieblingsfilm „Van Helsing“.

Diese Spontanität brachte ihn auch zum Porno:

„Ich wollte eigentlich nur aus Spaß ein paar Videos auf Twitter posten. Zwei Monate später hatte ich bereits 30.000 Follower. Ich habe dann angefangen, mit verschiedenen Studios zu arbeiten und so bis jetzt über vierzig Szenen gedreht. Der Porno kam also zu mir und ich sehe es einfach als eine andere Ausdrucksform der Kunst an, in die ich vollends eintauchen kann.“

Im Moment genießt er diese besondere Variante der Darstellungskunst sehr - natürlich bedarf es dazu einer zeigefreudigen Grundeinstellung. Diese Leidenschaft steckt in der Tat tief in ihm:

„Ich liebe Sex auf öffentlichen Toiletten! Aber auch Wälder, Restaurants, Einkaufszentren und nächtliche Straßen. Das Adrenalin macht mich einfach an!“

Und wieder könnte man der Versuchung erliegen, ihn als Pornosternchen abzutun. Doch dann wird Daniel im Gespräch sehr nachdenklich, denn er will wirklich ernsthaft etwas verändern:

„Ich möchte etwas wirklich Wichtiges in dieser Welt tun. Ich gehe nicht weg oder sterbe, bis ich mir sicher sein kann, dass ich etwas verändert habe! So möchte ich zum Beispiel dazu beitragen, dass es für Unternehmen illegal wird, Sexarbeitern Jobs zu verweigern, nur weil sie einmal Pornos gedreht haben.“

Gerade das immer noch schlechte Image des Pornos ärgert den jungen Darsteller:

„Ich finde es beschämend, dass Pornodarsteller noch immer aus Angst davor, ihr Leben zu vermasseln, ihren Namen ändern müssen. Die Pornobranche und die Darsteller müssen mit viel mehr Respekt behandelt werden. Porno sollte endlich Mainstream werden! Das ist auch der Grund, warum ich meinen richtigen Namen benutze, wenn ich selbst Pornos drehe!“

Dieses Anliegen teilt er mit namhaften Kreativen - hierzu gehören Künstler wie Matt Lambert, die in ihren Werken explizit Sex, Porno und Kunst miteinander verbinden oder Regisseure wie John Cameron Mitchell. Sein Film „Shortbus“ zeigt ohne Scham und detailreich eine Gruppe von New Yorkern bei der Ausübung von homosexuellen wie heterosexuellen Sex und schafft dadurch einen einzigartigen Blick auf die Gefühlswelten der Hauptpersonen. Porno darf Spaß machen und kann trotzdem Kunst sein und umgedreht. Vielleicht liegt es an uns, unseren Horizont zu erweitern und unsere festgefahrenen Sichtweisen zu überdenken.

Selbst Daniel Hausser hat in seinen jungen Jahren bereits gelernt, dass die Zukunft nur durch Veränderung gestaltet werden kann. So prangt auf seiner Brust eine Tätowierung, die besagt: Never be the same.

Dahinter verbirgt sich eine tragisch gescheiterte Liebesbeziehung, die ihn ein gutes Stück stärker werden ließ:

„Die Tätowierung sieht so aus, als hätte ich sie mir eigenhändig mit einem Messer in die Brust geritzt. Ich wollte, dass es den Schmerz symbolisiert, den ich durchgemacht habe. Und um nie zu vergessen, dass man niemals für immer derselbe sein wird. Alles prägt einen auf die ein oder andere Weise.“

Recht hat er und so können vielleicht auch wir Älteren noch einiges von einem Jungspund wie ihn lernen. Besuche Daniel gerne einmal online auf Twitter oder auf seiner eigenen Homepage.

Copyright Bilder: Staxus und danielhausserxxx.com

AUTOR:
Michael Soze
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