Die Lust der Knastspiele!

Die Lust der Knastspiele!


Gehe ins Gefängnis!

So heißt es bei Monopoly und die Karte verspricht eine sehr „eingeschränkte Runde“. Sicherlich ist der Entzug der Freiheit das charakteristischste Merkmal eines Gefängnisses inklusive einhergehenden Erniedrigungen wie beispielsweise der Musterungsprozess, Zwangskörperreinigungen, die optische Gleichschaltung mit den anderen Insassen oder auch Sinnesfolter durch Schlafentzug. Auch ein Spielball oder Vergewaltigungsopfer sadistischer Wärter zu sein, sind weitere Gründe, diese Rechtlosigkeit in einer Haftanstalt zu fürchten. Was dem Einen ein Gräuel, ist dem Anderen ein Höchstgenuss, denn diese Rechtlosigkeit ist verbunden mit der befreienden Abgabe von Verantwortung.

Die Phantasie der Knastspiele

Ich erinnere mich so gern an Lennard zurück. Der junge Mann aus der Schweiz hatte - ohne mich vorher kennengelernt zu haben - direkt zwei Übernachtungen gebucht, und das Programm war deutlich: Knastspiele. Um die Wirkung zu verstärken, habe ich meinen Dauerklienten Olaf als zusätzlichen Insassen eingeplant, denn Wegsperren ist voll sein Ding. Der von mir hierfür angemietete Zellentrakt in Berlin liegt verborgen auf einem großen Industriegelände. Die einzelnen Hallen sind abends selbstverständlich leer und vermitteln ein schaurig-erotisches Gefühl.

Olaf empfing wie besprochen meinen Delinquenten vorne an der Straße. Lennard folgte mit gesenktem Kopf Olaf still, vorbei an den meterhohen Wänden der menschenleeren Fabrikhalle, die zusammen mit der eisigen Stille sein Kopf-Kino bereits anspringen ließ. Angekommen in der Haupthalle, hielt Olaf Lennard einen Jutebeutel hin: „Hier müssen deine Sachen rein, alles!“ So hatte sich Lennard das nicht vorgestellt, schließlich dachte er wohl, sofort auf mich zu treffen. Aber, ein bisschen von den klassischen Erwartungen der Klienten abzuweichen, ist immer ein Vorteil - gerade wenn es um Unsicherheit als Erregungsfaktor geht.

Lennard zog sich bis auf seine Unterhose aus und Olaf sagte zu ihm: „Der Wärter kommt jetzt.“ Endlich hatte ich meinen Auftritt! Mit dem grünen Polizeipullover, den dicken, braunen Stoffhosen und den geschnürten Stiefeln wirkte ich wie ein alteingesessener Wachmann. Abgerundet wurde das Bild durch Lederhandschuhe, Knarre und Schlagstock am Gürtel. Meine aufrechte Körperhaltung, der akkurate Seitenscheitel und mein Schnurrbart strahlten Machtbewusstsein und Perversion aus.


„Endlich da? Damit Du gleich Bescheid weißt, hier herrscht Zucht und Ordnung. Du bist hier, um deine Strafe zu verbüßen! Hier bist Du nichts - nur eine Nummer. Du bist Nummer 17. Merke dir das und Hände auf den Rücken, wenn ich mit dir rede.“ Lennard war klar, dass wir direkt loslegten, aber er war trotzdem sichtlich mitgenommen, denn schließlich stand er nur noch mit seiner weißen Unterhose gekleidet vor mir und spürte den kalten Beton an seinen Fußsohlen.

„Warum hast Du überhaupt noch was an? Denkst Du, das ist hier ein Badeurlaub? Runter mit der Unterhose und zwar sofort!“ Die Unterhose war binnen Sekunden in seiner Hand und er wollte sie mir geben, wie eine Fahrkarte einem Kontrolleur. „Was soll ich damit? Glaubst Du, ich habe ein Schränkchen mit Unterhöschen von so Waschlappen, wie Du einer bist? Du kommst jetzt mal gleich dahin, wo Du hingehörst - in deine Zelle.“

Ich drehte mich um, ging zwei Schritte und vergewisserte mich, dass Lennard mir folgte. Er ging brav hinter mir her und mit Freude sah ich, dass er bereits erigiert war. Sein harter Schwanz schaute nach unten. Wir gingen in den Zellentrakt, der unter der Haupthalle lag. Im Vorbeigehen an der ersten Zelle sah er Olaf zusammengekauert und nackt auf seiner Pritsche liegen.


Steifer Schwanz hinter Gittern

Die Zellen waren sehr groß und durch Steinwände getrennt. So konnten sich die Sträflinge nicht sehen. „Deine Unterhose darfst Du jetzt hier vorne in den Gang werfen.“ Ich ging einen Schritt näher an ihn heran und sagte lächelnd: „Dann kannst Du aus der Zelle heraus den letzten Rest Deiner Würde zusammengeknüllt im Gang liegen sehen.“ Die Zellentür knallte zu und das Licht ging aus. Nur die Notausgangs-Leuchten am Ende des Gangs spendeten noch etwas Licht, sodass sich Lennard ein wenig orientieren konnte. Er sah eine Pritsche, die mit zwei Ketten an der Wand befestigt war, bedeckt mit einer hässlichen, rauen Decke sowie eine Kamera, die stetig auf ihn gerichtet war.

Lennard erzählte mir später seine Gedanken dazu: "Was passiert jetzt? Kommt der jetzt wieder? Werde ich das alles schaffen? Ich komme mir echt mickrig vor, so nackt in dieser Zelle.“ Ich ließ die beiden Kerle eine ganze Stunde alleine. Schließlich hatten wir zwei Tage zur Verfügung, da sollte Lennard erstmal in seinen zwangsläufig auftauchenden, eigenen Fantasien baden. Olaf war instruiert, nicht mit ihm zu sprechen.

Das Licht ging wieder an, schwere Schritte meiner Stiefel waren zu hören und ich öffnete Olafs Zellentür. Ich fesselte ihn mit seinen Händen über dem Kopf, dann bekam er eine lautstarke Ohrfeige: „Nummer 16, bist Du ein schmutziges Ferkel?“ Olaf antwortete brav und leidend: „Ja, das bin ich.“ Ich wusste, dass Lennard alles mithörte und es erzielte die gewünschte Wirkung. Er fragte sich: „Ist das echt? Macht der das auch gleich bei mir?“


Entdecke das sexuelle Spielfeld

„Du hast nur Sauereien im Kopf, deswegen steht ja auch dein kleiner Pimmel schon wieder, Du perverses Dreckstück.“ Ich zog an seiner Vorhaut und Olaf schrie auf. Tatsächlich war Olaf steinhart, denn diese Form der Erniedrigung ist voll sein Ding. Ich folterte ihn noch einige Minuten weiter und schaffte es immer wieder, dass Olaf schön laut zu hören war. Dann verschwand ich und kam erst nach einiger Zeit erneut zurück und ging dieses Mal direkt zur Zelle von Lennard: „Was rennst Du hier rum? Du hast doch den Befehl, Dich nicht von der Pritsche zu bewegen!“ Ich fesselte ihn auf der Pritsche, wobei ich ihm etwas Bewegungsspielraum ließ. „Und jetzt müssen wir doch mal nachsehen, ob Du was reingeschmuggelt hast.“

Ich zog demonstrativ in aller Ruhe Latexhandschuhe an. Ich leuchtete mit einer Taschenlampe seinen Mund aus und spürte, wie mich dieser Eingriff in die Intimität eines Anderen berührte. Mich stimulierte dieses „Grenzen überschreiten“ sehr und irgendwie bringen einen diese genauen Musterungen näher zusammen. Ich lehnte mich zu seinem Arsch rüber und spürte Lennard unter mir zusammenzucken. „Einen sehr dichten Busch hast Du an Deiner Rosette“, sagte ich und zog ein wenig an den Haaren. Dann steckte ich meinen Finger in sein Loch und Lennard seufzte auf. Den Finger hatte ich natürlich vorher mit etwas Gleitgel behandelt. Diesen „Schritt der Fairness“ zeigte ich meinem Sträfling allerdings nicht, denn ich wollte ja nicht fürsorglich wirken. Das ist die große Kunst der BDSM-Sexarbeit: Entdecke das Spielfeld, auf dem du dich bewegen kannst, gehe bis an dessen Ränder, aber nicht darüber hinaus.


Ich beschrieb die Beschaffenheit seines Lochs und wurde dabei etwas rhythmischer in meinen Bewegungen. „Die Nummer 17 ist wohl ungefickt, was?“ Lennard antwortete: „Nein, Sir - ist nur schon lange her.“ Ich erklärte ihm daraufhin: „Nummer 17, dann werden wir Deine Muschi im Rahmen Deiner Strafe fickbar machen!“ Und so vergingen die Stunden und Tage: Zuerst gab es einen Morgenappell, gefolgt von sportlichen Aktivitäten in Sträflingsbekleidung auf dem Hof und weiteren „Leibesertüchtigungen“. Meine Sträflinge mussten sich gegenseitig Dildos in den Arsch schieben. Es gab Wettspiele, wer als erster den Schwanz hart bekommt, gepaart mit Ohrfeigen, um den Druck zu erhöhen.

Der erste harte Schwanz durfte ficken und der andere Kerl musste hinhalten. Wenn keiner hart wurde, wurden beide runtergemacht. Meine Sträflinge mussten auch die Zellen reinigen und wurden selbst mit einem Wasserschlauch abgespritzt. Die Sträflinge standen dabei breitbeinig mit beiden Händen an der Wand. Ich hatte meinen Waschlappen bei mir und knöpfte mir rabiat die Intimstellen vor. Erst dann gab es etwas zu essen und eine Verschnaufpause, bevor es wieder richtig losging – dabei zeigte sich, dass die zweite Nacht durch den Schlafentzug noch viel intensiver erlebt wurde. So kann ein Wochenende im „Knast“ zu einem rauschhaften Erlebnis werden, das noch lange in den Köpfen der beteiligten nachhallt.

Master André alias Dominus.Berlin (44) ist der erfolgreichste Dominus in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der gebürtige Rheinländer arbeitet seit Jahren als Dominus in den bekanntesten Domina-Studios sowie ebenfalls als Dozent für Themen rund um BDSM. Er ist zudem Sprecher für den Berufsverband für erotische und sexuelle Dienstleistungen (BesD). Du erreichst ihn auf Facebook sowie Instagram und Twitter (Dominus_Berlin).

Die Bilder wurden nachgestellt im Studio Sanctum in Hannover mit Alex Varlan. Fotografie: BulldogZ Photography.

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AUTOR:
Dominus Berlin

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