Die Essenz schwuler Malerei

Die Essenz schwuler Malerei

Paul Pearson ist ein schwuler Maler aus London, der seine Liebe zur Malerei inzwischen zum Beruf gemacht hat und uns mit faszinierenden und klassischen Bildern von männlichen Akten begeistert. Schon von Kindesbeinen an, hat ihn die Malerei nicht mehr losgelassen – angefangen von den Bildern eines Tom of Finlands bis hin zu Skulpturen des französischen Bildhauers Auguste Rodin. Starke Kerle haben es ihm dabei besonders angetan – und wir können das sehr gut nachvollziehen!  


Hallo Paul, du malst bereits seit vielen Jahren männliche Akte. Was begeistert dich an deiner Arbeit so sehr?

Ich war schon immer sehr gerne kreativ, egal ob beim Zeichnen oder Stylen. Es inspiriert, motiviert und begeistert mich! Und es fühlt sich für mich einfach ganz natürlich an, irgendwo zu sitzen und zu zeichnen. Ich kann mich komplett in diesem Moment verlieren, fühle mich frei und all meine Sorgen sind beim Zeichnen einfach vergessen. Ich leide immer wieder unter Angstzuständen und merke, dass Zeichnen mir auch da sehr hilft. Es ist so befriedigend und zudem fasziniert mich sehr, wenn so ein Porträt plötzlich ein Eigenleben bekommt. Und so verbringe ich wohl drei bis fünf Stunden täglich genau damit – und ich liebe es!

Du arbeitest ausschließlich mit einem Bleistift – warum?

Für mich sind Bleistiftzeichnungen das wahre Wesen der Kunst, die Essenz sozusagen. Mit einem Bleistift erschafft man viel mehr Details und kann Schattierungen und Tiefe viel genauer festhalten.


Deine Männer sind allesamt starke Kerle mit kräftigen Muskeln und großen Schwänzen. Entspringen die Herren alle „nur“ deiner Fantasie?  

Naja, wer liebt nicht einen starken Kerl mit einem großen Schwanz? Die Inspiration dafür kommt aus verschiedenen Quellen, einige stammen direkt aus meinen Träumen oder meiner eigenen Vorstellungskraft, andere haben den Weg zu mir über Zeichnungen oder Fotos gefunden, die mir Männer von sich selbst zugeschickt haben, damit sie porträtiert werden.

Haben dich diese muskulösen Männer von Anbeginn bereits interessiert?

Ja, ich war schon immer von solchen Männern fasziniert, seitdem ich ein kleiner Junge war! Meine Eltern nahmen mich als Kind auf eine Reise nach Griechenland mit, und ich erinnere mich gut daran, wie ich in Souvenirläden die ganzen Teller und Souvenirs mit sexuellen Stellungen und Phallus-Zeichnungen von Männern bewundert habe. Ich weiß noch, dass mich das so sehr angemacht hat, dass ich einfach nicht damit aufhören konnte, dorthin zu starren. Wieder zu Hause angekommen, habe ich sofort angefangen, diese Bilder aus meinem Gedächtnis nachzuzeichnen. Ich denke, in gewisser Weise war das wohl mein erster Porno gewesen.


Welches Körperteil eines Mannes hat für dich denn eine besondere Anziehungskraft?

Das hängt immer vom jeweiligen Mann ab – mal ist es der Bauch, ein anderes Mal die Arme oder auch der Schwanz. Ich liebe jedes Detail des männlichen Körpers, daher haben natürlich gerade auch der Schwanz und die Schamhaare eine Anziehung auf mich, denn es gibt genau dort so viele spannende Bereiche von Licht und Schatten, die man herausarbeiten kann. Ist es nicht auch interessant, dass es die Genitalien eines Mannes in so vielen Formen und Größen gibt? Davon geht für mich beim Zeichnen eine ewige Faszination aus.


In einigen deiner Werke sehen wir auch nackte Männer, die ein Selfie von sich selbst machen - ein klassisches Zeichen unserer Zeit. Was aber kann eine erotische Zeichnung besser ausdrücken als ein schnelles Selfie?

Stimmt, es ist definitiv ein Zeichen unserer Zeit. Ich liebe in der Tat Selfies und finde es toll, wenn Jungs ein Nacktbild von sich verschicken, das sie gerade gemacht haben. Aber so sehr mich das auch fasziniert, es ist und bleibt eben nur eine kurze Momentaufnahme. Bei einer Zeichnung dagegen arbeitet man viel detaillierter und konzentriert sich viel genauer auf die Form und Gestalt eines nackten Körpers mit all seinen unterschiedlichen Details und dadurch wird eine Zeichnung viel erotischer als ein schnelles Foto.

Tom von Finnland hat einmal gesagt, er weiß, dass eine Zeichnung gut geworden ist, wenn er während des Malens bereits eine Erektion bekommt. Geht es dir da ähnlich?

Ja, das gilt in der Tat wohl auch für mich, vielleicht nicht in dem Maße, dass ich eine ausgewachsene Erektion bekommen muss, aber wenn ich irgendeine Form von Erregung verspüre, weiß ich, dass ich eine gute Arbeit geleistet habe.

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AUTOR:
Michael Soze

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