Geil in der Finsternis!

Geil in der Finsternis!


Da ist sie, die fremde Hand in der Dunkelheit. Nur spärlich flackert das Licht der Kinoleinwand durch den Saal. Blicke, nackte Haut, Lippen, Zungen, die pure Gier und Lust – alles ist nur für den Bruchteil weniger Sekunden immer wieder zu sehen und verschwindet dann wieder im Schatten. Macht uns noch neugieriger, noch gieriger nach diesem anderen Mann. Nach anderen Männern.

Nach feuchten Lippen, Händen, die auf Wanderschaft gehen und warme Haut sowie harte Schwänze finden. Und immer wilder feuert die Lust ihr Flackern zwischen uns allen, die wir hier sitzen, stehen, uns voyeuristisch in dunkle Ecken kauern oder breitbeinig und wartend auf einem bequemen Kinosessel Platz genommen haben.


Etwa jeder dritte schwule Mann besuchte vor Covid-19 mehrmals im Jahr ein Pornokino, ganze sechs Prozent sogar wöchentlich. Auch wenn Männer online jederzeit verfügbar sind und Pornos zudem keine Wünsche offen lassen sollten, ist der Reiz am anonymen Sex in einem Pornokino noch immer stark ausgeprägt. An den Filmen selbst liegt es wohl dabei kaum. Geboren aus der Not und jener Zeit, als dunkle Kinos, Saunen und Klappen oftmals die einzigen Möglichkeiten waren, Sex mit anderen Männern zu haben, hat sich die Lust an dieser Variante des sexuellen Abenteuers bis heute erhalten.

In den meisten Fällen kommt es dann dabei zu Oralverkehr oder gegenseitiger Masturbation (Quelle Aidshilfe). Analverkehr spielt nur für etwas mehr als die Hälfe der Besucher eine Rolle. Aber worin genau liegt jetzt der Reiz daran? Wir haben Boner-Leser befragt und sie haben uns ihre Geschichten erzählt. Zwei davon wollen wir hier mit euch teilen. Hast auch du Lust, uns davon zu berichten? Dann schreibe uns deine Erlebnis an [email protected]

„Ich war unheimlich aufgeregt und hatte schon einen Steifen, kaum, dass ich durch das Drehkreuz gegangen war. Das war so ein klassisches Drehkreuz wie im Supermarkt und ich hab´ mir noch gedacht, dass ich aufpassen sollte, nicht mit meinem halbsteifen Schwanz darin hängen zu bleiben. Drinnen mussten sich meine Augen erst einmal an die Dunkelheit gewöhnen. Ich wanderte durch die Gänge, das war fast wie ein kleines Labyrinth. Immer den stöhnenden Geräuschen nach, bis ich um die Ecke bog und ein ziemlich großer Saal vor mir lag. Einzelne Kerle saßen in Abständen auf den Sesseln, auf der Leinwand fickte so ein haariger bulliger Kerl gerade den Arsch eines Jünglings heftig durch. Es dauerte nicht lang, bis ein Kerl um die 30 zu mir kam und mir direkt in den Schritt fasste, während ich noch etwas unschlüssig herumgestanden hatte. Er hat mich dann in eine offene Kabine gezogen. Ich lehnte mich an die Wand und konnte durch die offene Tür direkt auf die Leinwand blicken. Der Jüngling dort schrie immer lauter. Und mein Kerl kniete sich hin, zog meinen inzwischen harten Schwanz heraus und gab mir einen Blowjob.

Dann sah ich, wie sich nach und nach vier weitere Männer uns näherten. Ich stöhnte laut auf und machte wohl dem Twink auf der Leinwand Konkurrenz. Jedenfalls standen schließlich dann im Halbkreis um uns herum bald vier andere Kerle. Sie hatten alle ihre Schwänze rausgeholt und ich sah im Halbdunkel, wie sie heftig wichsten und uns beim Sex zusahen. Lange habe ich es nicht ausgehalten und kurz darauf ne große Ladung Sperma in die Fresse des Kerls vor mir geschossen. Dieses Erlebnis hat mich so geil gemacht, dass ich bis heute immer wieder gerne in Pornokinos gehe. Für mich ist das noch einer der wenigen Orte, wo es roh und ungezwungen zugeht, wild und animalisch irgendwie. Und da die Pornokinos meist in der Nähe eines Bahnhofs sind, gibt es auch oft internationale Besucher, was das noch geiler macht. Egal, wer du bist, was du machst, hier konzentriert sich alles nur auf Lust und Schwänze. Genau meine Welt!“

Robert (36) aus Berlin


„Ein Flug hatte Verspätung, also saß ich in Salzburg drei Stunden fest. Der Flughafen ist außerhalb des Zentrums, also wirklich was machen kann man da nicht. Ich ging online und entdeckte einen Kerl, der gerade auf der Suche war. Er schrieb mir, dass es fußläufig ein kleines Pornokino gab. Fünfzehn Minuten später haben wir uns vor der Tür getroffen, sind rein und haben uns mittig in einen der drei winzigen Säle hingesetzt. Da waren vielleicht zwanzig Sessel insgesamt. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, was für ein Film lief. Der Typ hat sich vor mir seine Jeans ausgezogen und heraus kam sein fetter Schwanz. Ein geiles Teil.

Ich kniete mich hin und begann, dem Typen einen zu blasen, während ich eifrig meinen eigenen Kolben wichste. Zwei ältere Herren kamen plötzlich hinzu. Der eine setzte sich in die Reihe hinter uns, beugte sich nach vorne und feuerte mich an: „Ja, blas ihn, du Sau!“, stöhnte er immer wieder. Der andere hatte sich links von meinem Typen hingesetzt und bearbeitete ihm wohl seine harten Nippel. Das schien ihm zu gefallen, denn sein Schwanz zuckte in meinem Maul immer wilder auf … bis er schließlich derbe abspritzte. Seine ganze Brust war voll mit Saft. Ich stand auf und kurz darauf landete mein Saft auch auf ihm. Ich glaube, wir vier waren wohl zu dieser Zeit die einzigen Kunden im Kino, aber es war trotzdem verdammt geil. Klein aber fein!“

Markus (41), München    

Autor + Interviews: Michael Soze

© alle Bilder: Cockyboys

AUTOR:
Michael Soze

WERBUNG

Reload 🗙