Heiße Kerle und die Liebe!

Heiße Kerle und die Liebe!


Zwei verdammt heiße Kerle sorgen derzeit für ziemlich viel Aufregung, denn sie sind nicht nur ein sehr gut aussehendes Männerpaar, sondern versuchen sich mit ihrer besonderen Art augenzwinkernd auch für mehr Akzeptanz von schwulen Männern einzusetzen. Seid auch ihr bereit für Rick und Griff?

Hallo Männer, ihr seid ein echtes Liebespaar – erzählt uns doch einmal, wie es dazu gekommen ist.  

Griff: Wir haben uns tatsächlich im Fitnessstudio kennengelernt. Das Ganze wahrwerden zu lassen, also „den Einen, den Richtigen“ zu finden, dauerte allerdings einige Jahre. 2014 dann waren wir beide übers Wochenende in Pensacola und eines Nachts nach einer Strandparty ging ich zu einer abgelegenen Sanddüne, um die Sterne zu betrachten. Rick folgte mir und setzte sich neben mich. Ich sagte zu ihm: „Schau dir diese beiden Sterne an“ und wies auf zwei der hellsten Sterne hin, die so nah waren, dass sie scheinbar eins waren. „Diese Sterne existieren seit Äonen und sind am Himmel nebeneinander sichtbar für immer zusammen." Dies war die Nacht, in der uns beiden klar wurde, dass wir füreinander bestimmt sind.

Sehr romantisch! Online behandelt ihr auch immer wieder spezielle Themen. Welche Message liegt euch dabei besonders am Herzen?

Griff: Das Bild, das wir in den sozialen Medien projizieren, ist positiv, sportlich, schrullig, erotisch, grenzüberschreitend und oft unerwartet. Es ist nicht jedermanns Sache, aber viele Menschen scheinen sich mit dem zu identifizieren, was wir tun, und für genau diese Menschen tun wir es ja auch!

Rick: Die Kernbotschaft unserer Arbeit ist, alle wissen zu lassen, dass es absolut in Ordnung ist, so zu sein, wie man ist! Zu fühlen, was man fühlt, und danach zu streben, sein authentisches Selbst zu leben. Damit wir uns endlich alle die Macht zu eigen machen, die wir schon immer eigentlich über unser eigenes Leben haben und aufhören etwas darauf zu geben, was die Gesellschaft uns sagt, wer wir sind und wie wir uns fühlen oder leben sollten. Wir leben unser Leben sehr kompromisslos ehrlich, transparent und hoffen, dass dies andere Menschen dazu inspiriert, dasselbe zu tun.


Starke Worte! Vielen Dank für euer Engagement! Schauen wir uns jetzt einmal eure Bilder an – sie sind wirklich verdammt heiß! Wie dürfen wir uns denn euer Sexleben vorstellen? 

Griff: Unser Sexleben ist wahrscheinlich nicht so aufregend, wie die Leute denken oder wie wir uns online darstellen. Wir stehen nicht wirklich auf Spielzeug, abgesehen von unserem eigenen, mit dem wir sehr gerne herumspielen. Wir machen keine Rollenspiele oder ziehen uns beim Ficken irgendwelche Kostüme an. Das Seltsamste, was ich im Bett mache? Das könnte die Leute jetzt schockieren: Ich schlafe immer in Slips und einem T-Shirt. Niemals nackt.

Rick: Ich würde sagen, wir sind ziemlich "vanilla" im Bett und dabei sehr sexuell positiv unterwegs. Ich bin zudem definitiv ein Exhibitionist, wenn es um Online-Inhalte geht. Ich mag den Aspekt, virtuell beobachtet zu werden, wahrscheinlich weil ich persönlich oder im sozialen Umfeld eher sehr ambivalent bin - ein Introvertierter mit begrenzten extrovertierten Tendenzen sozusagen. Intimität macht uns beide sehr an, daher sind Küssen und Augenkontakt für uns sehr wichtig.


Ihr definiert euch selbst als erotische Künstler. Wie steht es um erotische Kunst aktuell, wo gerade online immer mehr Unternehmen ihre Prüderie neu entdecken.  

Griff: Solange es Künstler gibt, die bereit sind, die Grenzen zu überschreiten, wird sich die Erotik ständig weiterentwickeln und das soziale Image von Sex und von all dem, was als „neue Normalität“ gilt, verändern. Und solche Veränderungen machen vielen Menschen zunächst einmal Angst. Hier kommen wir ins Spiel: Ein schwules Ehepaar, das zeigt, dass eine sexpositive Einstellung in einer Ehe dazu beitragen kann, dass eine Beziehung besser gedeiht. Mit Hilfe von Social Media wollen wir einen neuen Ton angeben, sozusagen einen Dialog ermöglichen mit einem schwulen Paar, das durch ihr liberales Denken Sex und Homosexualität entstigmatisieren will und zudem die Rolle der Heteronormativität ständig in Frage stellt.

Rick: Es ist definitiv auch nichts Falsches dran an Pornografie, aber wir wollen eine neue Ästhetik schaffen, die visuell anregend ist und eine Geschichte dabei erzählen, ohne die Dinge allzu ernst zu nehmen. Wenn wir also jemandem für einen Moment ein Lächeln abringen oder für Erleichterung, Unterhaltung oder Entspannung sorgen können, haben wir unser Ziel erreicht. Das ist der ganze Kampf doch wert, oder?

Griff: Es gibt einfach auch so viel Hass auf der Welt, gerade auch in der LGBTQ-Community. Die Energie, die dabei aufgewendet wird, um sich gegenseitig kleinzumachen und so die Gefühle anderer mit viel Dominanz zu unterdrücken und dabei all die Zweifel und Qualen aufrechtzuerhalten, ist so ermüdend! Wenn wir stattdessen diese Energie darauf verwenden würden, freundlich miteinander umzugehen, würden wir gemeinsam so viel mehr erreichen. Liebe vertreibt Hass! Also, liebt einander jeden Tag!


Eure Marke TwoKingsUnlimited ist ja sozusagen per Zufall entstanden, als ihr euch in der Küche gefilmt habt. Inzwischen können eure Verehrer viele Fanartikel dort erwerben. 

Griff: Diese geschäftliche Seite unserer Tätigkeiten online kam für uns wirklich sehr unerwartet. Wir bekamen Anfragen von Fans nach Kalendern, Drucken unserer Fotos, T-Shirts, Coffee-Table-Büchern und sogar nach Sexspielzeug, die aus unseren realen Vorlagen geformt sein sollten. Also haben wir beschlossen, es auszuprobieren und es war ein großer Erfolg. Unsere Sexspielzeuglinie ist jetzt zum siebten Mal ausverkauft, aber es kommen immer neue Lagerbestände. Das Projekt, über das wir uns am meisten freuen, ist aber das erotische Coffee-Table-Buch.

Mehr unter: TwoKingsUnlimited.com

AUTOR:
Michael Soze
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