Die Sekunden, bevor du abspritzt!

Die Sekunden, bevor du abspritzt!


In weniger als zwei Jahren hat sich Romeo Davis zu einem der meistgefragten Pornodarsteller hochgearbeitet - eine beachtliche Leistung. Sicherlich hat ihm sein 22-Zentimeter Schwanz als top-guy dabei geholfen, doch das allein ist es nicht. Romeo ist zudem ein sehr sympathischer Mann aus Montreal, der mexikanisches Essen liebt, gerne Zeit mit seiner Katze namens Elvis verbringt und ansonsten seinem Sneakers-Fetisch frönt. Über siebzig Paar nennt er inzwischen sein Eigen. Ein spannender Kerl, der zu einem der ganz großen Pornostars werden kann.

Um längerfristig Erfolg in der Pornobranche zu haben, muss man zu einer Marke, einem festen Begriff werden. Wie gehst du an diese Sache heran?

Ich versuche, einen anderen Stil zu haben und mich so von den anderen Jungs zu unterscheiden. Die anderen Pornodarsteller versuchen alles, um an der Spitze im Business zu bleiben. Mir war also vom ersten Tag an klar, dass ich sehr hart arbeiten muss, um aus der Masse herauszustechen. Gut, ich habe Glück, denn ich habe einen großen Schwanz, das hilft durchaus!

Du warst bereits Mitte dreißig, als du angefangen hast, als Pornodarsteller zu arbeiten. Das ist eher ungewöhnlich, die meisten Männer starten damit deutlich früher.

Ja, stimmt. Im Gegensatz zu den meisten Jungs, die das nur für Geld tun in ihren zwanziger Jahren, habe ich mich sehr bewusst dafür entschieden, das zu tun. Ich wollte das schon immer machen! Zuvor hatte ich einen ganz regulären Job im Kulturbetrieb.


Ist es heute einfacher oder schwieriger in der Porno-Branche erfolgreich zu sein?

Auf der einen Seite werden gerade Twinks sehr schnell ausgetauscht, auf der anderen Seite hat man aber auch die Möglichkeit, sich einen eigenen Marktwert zu schaffen. Manche kreieren ihre eigene Modelinie, andere bringen eine Serie von Dildos nach dem Vorbild ihres Schwanzes heraus. Also es gibt viele neue Möglichkeiten, aber auch genauso viele Kerle, die sich darin versuchen.

Du hast mir erzählt, dass viele Fans deine privaten Filme mehr lieben als eine klassische Pornoszene eines Studios. Warum ist das so?

Weil sie wissen, dass ich dort mit handverlesenen Jungs drehe, mit denen ich wirklich selbst gerne zusammenarbeite. Da gibt es tatsächlich eine Chemie und Anziehungskraft zwischen mir und den anderen Männern. Das ist sehr ähnlich zu meinem privaten Sexleben und meine Fans spüren, dass ich mich hierbei wirklich amüsiere! Natürlich macht mir auch ein Studiodreh Spaß, aber inzwischen wissen viele Zuschauer auch von den eher mechanischen Vorgängen hinter den Kulissen.


Was macht dir selbst denn mehr Spaß – Pornoszenen ganz privat abzudrehen oder doch im Studio?

Um ehrlich zu sein, ich mag beides! Beides ist wirklich geil, aber auch sehr unterschiedlich. Aber ich liebe es einfach, Pornos zu drehen. Und ich möchte das solange weiter machen, bis mich keiner mehr sehen will!

Was macht einen guten Pornodarsteller aus?

Ich denke, du brauchst viel Energie! Die Szenen dauern manchmal ziemlich lange. Außerdem sollte man unbedingt ein Händchen fürs Geschäft haben. Es gibt so viele Männer da draußen, die gerade einmal eine Szene pro Jahr abdrehen. Und klar, Sex sollte man auch wirklich lieben! Denn Sex bestimmt dann andauernd dein Leben, selbst wenn man gerade nicht dreht. Ich kümmere mich an meinen freien Tagen zum Beispiel um meine Fanseiten oder um Twitter. Es klingt vielleicht wirklich lächerlich, aber man muss echt verrückt nach Sex sein, um den Job länger zu machen. Klar, auch ich habe ab und an mal keine Lust auf Sex. Man braucht dann eine kleine Pause und sollte das Telefon zur Seite legen. Ich versuche meine Akkus so wieder aufzuladen. Wenn du andauernd nur Sex hast, kannst du einfach nicht ständig eine wirklich gute Performance abliefern.


Es gibt ja viele Vorurteile gegenüber Pornodarstellern. Was nervt dich am meisten?

Ganz oben auf der Liste steht bei mir der Mythos über Geschlechtskrankheiten. Viele Leute denken wohl, sie fangen sich etwas ein, wenn sie Sex mit einem Pornodarsteller haben, weil wir unverantwortlich sind. Aber es ist genau anders herum! Ich lasse mich ständig checken, denn wenn ich mir etwas einfangen würde, käme das beim Studiodreh raus und damit würde ich den Job nicht bekommen. Alle meine Kollegen nehmen das wirklich sehr ernst, denn sie alle möchten ja gebucht werden.


Wann ist Sex für dich richtig gut?

Ich liebe Sex draußen in der Natur, dieses Gefühl von Freiheit und Entspannung. Zum Beispiel an einem Strand oder im Wald, das ist echt toll. Sex ist generell immer dann sehr gut, wenn du eine intensive Verbindung miteinander hast, wenn du den anderen Mann besser kennst. Das ist unschlagbar! Und ich stehe auf Tattoos und haarige Kerle – das ist ein dickes Plus! Während dem Sex ist es für mich am geilsten, wenn man so richtig verschwitzt und mitten bei der Sache ist. Die Sekunden, bevor du abspritzt, sind die besten, wenn alles auf diesen einen Höhepunkt zusteuert.

Wann ist ein aktiver Top richtig gut?

Wenn er auf den Passiven hört! Das klingt vielleicht verrückt, aber das denke ich wirklich. Die Jungs bitten mich immer beim ersten Mal, dass ich nicht sofort zu hart zustoße. Aber warum sollte ich das tun? Ich möchte die Jungs doch nicht verletzen, im Gegenteil, die sollen Spaß dabei haben. Also, der wichtigste Aspekt bei einem Top ist wohl, dass er kein Arschloch ist. Ein Aktiver ist verantwortlich für das, was der Passive fühlt und erlebt. Nur wenn der Bottom darum bittet, dass es härter zur Sache gehen soll, ist das okay.


Wie war es zu Schulzeiten, mit so einem großen Schwanz herumzulaufen?

Als ich noch jünger war und anfing, Sex zu haben, hörte ich sehr oft die Worte: Oh mein Gott, er ist so groß! Ich habe längere Zeit nicht wirklich verstanden, wie groß er ist – so richtig wohl erst in meinen zwanziger Jahren.

Mehr von Romeo findest du auf twitter.com/romeodavisxl

Credit Bilder: privat, FuckerMate, RagingStallion, SayUncle,

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AUTOR:
Michael Soze

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