Werde der perfekte Power-Bottom!

Werde der perfekte Power-Bottom!


Analsex wie ein Pornostar!

 Seit einigen Jahren ist der schwule Sex-Guide „How To Bottom Like a Porn Star“ ein Verkaufsschlager als eBook. Nun erschien das Werk von Michael Alvear in einer neuen überarbeiteten Edition inklusive medizinischen und informativen Grafiken und Illustrationen. Schritt für Schritt erklärt Alvear anschaulich, wie auch wir schmerzfrei und genussvoll Analsex wie ein Pornostar haben können. 


Michael, magst du uns ein paar Tipps in Bezug auf Analsex geben – was ist wichtig aus deiner Sicht?

Das Wichtigste zuerst: Man führt keinen Penis in das Rektum ein, sondern man entspannt sich und lässt den Penis dann hinein. Das ist wirklich ein wichtiger Punkt, den man verstehen und anwenden sollte. Wer einfach nur etwas anal einführt, sorgt zwangsläufig dafür, dass die Schließmuskeln dicht machen. Aber wie wäre es, wenn man sich entspannt selbst draufsetzt? Anders erklärt: Wenn sie ihre Faust fest zusammenballen, versuchen sie dann einmal, den Zeigefinger der anderen Hand dort hineinzuschieben. Das wird zu einem Kampf und die Faust gewinnt dabei immer. Aber, wenn sie den Zeigefinger stattdessen sanft gegen die geballte Faust drücken, ohne zu versuchen, bereits einzudringen, und anschließend mehrmals in Ruhe ein und ausatmen, können sie merken, wie der Zeigefinger von selbst ein klein wenig in die Faust eindringen kann. Sie mussten es nicht erzwingen. Diese Vorgehensweise funktioniert wirklich, bei der Faust wie bei einem Schließmuskel. Die Erkenntnis ist wichtig: Lasse nicht zu, dass dein Partner seinen Penis einfach in dich einführt, sondern dass dein Hintern den Penis sanft hineinzieht.     


Wie bist du auf die Idee zu diesem Buch gekommen?

Ich arbeite als Autor in Atlanta, Georgia. Der Redakteur einer schwulen Lokalzeitung in Atlanta fragte mich, ob ich eine lustige Sex-Ratgeber-Kolumne machen würde. Ich sagte: "Ja, sendet mir einfach euren süßesten Mitarbeiter und ich fange an." Die Kolumne wurde mit der Zeit immer beliebter und nach und nach im ganzen Land bekannt. Das führte zu meinem ersten Buch „Men Are Pigs But We Love Bacon“, das wiederum die Aufmerksamkeit eines britischen TV-Produzenten auf sich zog. Ich sollte eine Sex-Ratgeber-Show mit dem Titel „The Sex Inspectors“ machen. Ich wusste, dass ich den Job bekam, als mich der Produzent fragte, was ich von Frauen halten würde, die einen Orgasmus vortäuschen. Ich zuckte mit den Schultern und meinte: Das ist nichts. Männer täuschen ganze Beziehungen vor.


Zurück zum Analsex – für viele Männer ist das nach wie vor sehr schmerzhaft. Liegt das dran, weil die Jungs unerfahren sind oder man Fehler macht?

Fehler passieren, weil Unerfahrene vor allem versuchen, den Schmerz zu ignorieren. Viele Männer denken, sie können den Schließmuskel einfach so in einer stressigen Situation entspannen. Und es ist Stress für den Schließmuskel, wenn etwas eingeführt werden soll, das fünf Mal so breit wie das Loch selbst ist. Man braucht einen Plan, muss mit Fingern und Spielzeug üben und verstehen, wie man bei sich selbst am besten entspannen kann. Ansonsten bleibt es immer mit Schmerz verbunden.  

Du bist sehr tief in die Materie eingetaucht – hast du auch selbst noch etwas Neues für dich erfahren?

Ja, dass es zwei unterschiedliche Schließmuskeln am Eingang des Anus gibt, die unabhängig voneinander arbeiten. Es ist ziemlich einfach, die äußeren Schließmuskeln zu entspannen, da sie beinflussbar sind. Bei den inneren Schließmuskeln wird es dagegen schwieriger. Die Herausforderung besteht jetzt darin, beide Partien zu entspannen, damit ein Penis schmerzfrei hindurch kann.  


Viele Männer sind sehr eng gebaut und trauen sich daher nicht, Analsex zu haben. Würdest du sagen, mit ausreichend Übung kann grundsätzlich jeder auch der passive Part sein?

Es gibt viele Männer, die Analsex schon einmal probiert haben und es tat höllisch weh. Oder wir hören Horrorgeschichten von unseren Freunden. Vielleicht schmerzt es einige bereits, wenn sie nur den kleinen Finger hineinstecken. Wie könnte dann ein ganzer Penis bitte nicht wehtun? Es geht! Denn der gesamte Anus, vom Schließmuskel über den Analkanal bis zum Rektum selbst, besteht aus unglaublich geschmeidigen, flexiblen Muskeln und Gewebe. Mit der richtigen Konditionierung kann sich die Öffnung des Anus weit über seine derzeitige Größe hinaus ausdehnen, ohne Schaden oder Schmerzen zu verursachen. Ein Beispiel, um diese Flexibilität aufzuzeigen: Während einer rektalen Operation kann der Anus problemlos so weit gedehnt werden, dass ein Chirurg seine ganze Hand einführen kann.


Stichwort Pornostars - magst du uns noch ein Geheimnis verraten, wie die Jungs das so gut geregelt bekommen?

Pornostars haben etwas wohl beinahe intuitiv verstanden: Der Typ, der unten liegt, ist immer verantwortlich. Immer! Damit der Analsex schmerzfrei funktioniert, muss eine gute Position gefunden werden, damit die S-Kurve im Analkanal begradigt wird, der Schließmuskel sich entspannen kann und man den besten Eintrittswinkel hat. Auch das Tempo des Eindringens ist wichtig. Wie soll man das als Bottom regeln können, wenn der Top allein das Sagen hat? Ich sage das mit Liebe, aber viele Top-Partner wissen sehr wenig über einen Arsch. Sie wissen nicht, wie er aufgebaut ist und machen dann wahrscheinlich alles falsch: Sie starten zu schnell, mit zu viel Kraft oder fangen an, wenn man selbst noch gar nicht bereit dazu ist. Oder sie schieben ihren Penis im falschen Winkel hinein. Wer sich als Bottom einfach nur zurücklehnt und den Top das Kommando übergibt, bekommt es unter Garantie meistens mit Schmerzen zu tun.  

Credit Bilder: Helix Studios

Direkt zum Buch geht es hier.

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AUTOR:
Michael Soze

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