Heute ist der Auftakt einer Tagung in Berlin zu der 40 Vertreter*innen von LSB-Organisationen und Journalist*innen aus den sechs Ländern der östlichen Partnerschaft (Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Republik Moldau, Ukraine) und Russland erwartet werden. Ziel ist es, die Rechte von Lesben, Schwulen und Bisexuellen (LSB) in Osteuropa zu stärken. Veranstalter ist die Schwulenberatung Berlin in Kooperation mit der Deutschen AIDS-Hilfe und Quarteera e.V.

Dazu sagt Marcel de Groot, Geschäftsführer der Schwulenberatung Berlin: „Die Finanzierung durch das Auswärtige Amt ermöglicht uns, den Rahmen für eine solche Veranstaltung zu bieten, auf der Menschen aus acht verschiedenen Ländern über ihre Erfahrung reden und neue Strategien diskutieren. Die Veranstaltung zeigt auch, dass die Probleme vieler Schwuler, Lesben und Bisexueller in Osteuropa in Deutschland gesehen werden und nicht vergessen sind.“

Auf der Fachtagung werden in vielen Workshops und Veranstaltungen unterschiedliche Aspekte der Sichtbarkeit und Lebensverhältnisse von LSB in Osteuropa  erörtert.

Sylvia Urban vom Vorstand der Deutschen AIDS-Hilfe erklärt: „Die Deutsche AIDS-Hilfe kooperiert seit vielen Jahren mit Organisationen in Osteuropa. Wir unterstützen sexuelle Minderheiten in ihrem Kampf um gleiche Rechte und respektvolle Behandlung. Ihre Lebensweisen müssen zur Selbstverständlichkeit gehören, ohne dass jemand Angst vor Ausgrenzung und Gewalt haben muss. Die Rechte sexueller Minderheiten sind Menschenrechte. Außerdem gilt: Tabus, Diskriminierung und Gewalt machen eine wirkungsvolle HIV-Prävention unmöglich.“

Konstantin Sherstyuk, Vorstand von Quarteera e.V. betont: „ Für Quarteera, deren Mitglieder selbst aus verschiedenen Ländern Osteuropas kommen und in Deutschland leben, ist es wichtig, an dieser Fachtagung mitzuwirken. In einigen Ländern der östlichen Partnerschaft gibt es Erfolge in der rechtlichen Anerkennung von LSB zu verzeichnen. In anderen Ländern werden jedoch lesbische, schwule und bisexuelle Menschen in den letzten Jahren zunehmend diskriminiert und kriminalisiert. Diese Länder überlegen oder verabschieden, dem Beispiel Russlands folgend, sogenannte  Anti-Homopropaganda-Gesetze. An diesem Beispiel wird deutlich, wie brüchig die Menschenrechtssituation insgesamt und besonders für Gruppen sexueller Minderheiten nach wie vor ist.“

Quelle: Deutsche-Aids-Hilfe

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