Off The Record meets G Day

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Über das Projekt G day spricht bereits ganz Berlin. Doch wer genau steckt hinter den coolen Sounds und langen Nächten? Patrick Ehrhardt von 5vs1 Records trifft die Veranstalter und DJs Mashyno und 2Faro.
In Berlin habt ihr einen weiteren Teil eurer Leidenschaft verwirklicht, musikalische Konzepte zum Leben erwecken. Wie kam es zu diesem Projekt und woher kommt eigentlich dieser Name. Erzählt uns etwas über den Werdegang dieses Projektes und den Inhalt, was wollt ihr damit vermitteln?
—> G day entstand aus dem gemeinsamen Wunsch zwischen Mashyno und mir, Open Airs zu organisieren. Die Premiere war in der Griessmühle im Mai 2014. Das war sehr aufregend. Zu dieser Zeit gab es als Konzept eine „Daytime party“ in Berlin in dieser Form noch nicht und wir wussten nicht wie das so ankommt. Die Idee war und ist, diese positive Energie, die auf der Tanzfläche entsteht und die Menschen miteinander verbindet, tagsüber sichtbar zu machen und eine Platform zu schaffen, in der alle willkommen sind, ohne in irgendeiner Form stigmatisiert zu werden. Schubladendenkende-Gäste haben bei uns nichts zu suchen. Wir lehnen jede Form von Diskriminierung ab. In Berlin sind viele Veranstaltungen kategorisiert, wir haben Fetisch Partys, Sex Partys, Dresscodes und andere  Schubladen. Zwar weiss man dann, was einen auf dieser Party erwartet. Aber genau das, was spontan oder unvorhergesehen passiert, macht doch unsere Feierkultur so spannend. Das ist es, was wir wir vermitteln wollen und daher auch der Name G day. „G“ für Gender, ein Begriff den wir aber offen lassen wollen und der Interpretation Raum zu lassen. Jeder kann sich raus picken, was es möchte. Nach dem Motto alles kann, nichts muss U ist G-day aus dem queeren Underground Berlins entwickelt worden und veranstaltet Sommer Open Airs und im Winter reguläre Partys.
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Mashyno

Ihr seid beide selbst als DJs (2Faro & Mashyno) unterwegs und legt auch auf euren Events auf. Wie würdet ihr den Stil eurer Musik beschreiben und woher kam die Idee auch als DJs zu starten?
Mashyno Ich war schon immer an Musik interessiert. In Frankreich war ich Sänger bei einigen Musikbands. Als ich dann nach Berlin gezogen bin, war ich zunehmend auch an elektronischer Musik interessiert. Angefangen habe ich 2013. Meine Stilrichtung bewegt sich zwischen House und Techno und allem, was dazwischen ist, um diese besondere Schwingungen zu teilen, die die Menschen und ich Liebe nenn. 

2FARO Mein Interesse an elektronischer Musik geht bis ins Jahr 1996 zurück, ich habe noch die Oldschool Raver Zeiten miterlebt, wo Trillerpfeifen und Buffalos noch zur Raver-Identität gehörten. Angefangen habe auch ich 2013. Ich liebe sphärische, elektronische Beats und Synth Elemente bringen mich ganz aus dem Häuschen. Vom Stil her liege auch ich von House bis Techno, kommt auch immer drauf, an wo ich spiele.

„Wir finden, dass Kunst und Musik eng miteinander verknüpft ist sind. Daher lassen wir unseren Performern auf unseren Veranstaltungen ihre künstlerische Freiheit.“

Cristofaro, du kannst sehr gut deutsch, woher hast du das so gut gelernt und woher kommst du ursprünglich. Erzähl uns etwas über deinen Hintergrund. Über den privaten Cristofaro.
2FARO Ich bin gebürtiger Italiener. Als ich 5 Jahre alt war, sind mein Eltern nach Deutschland ausgewandert. Ich bin in der Nähe der Schweiz and der französischen Grenze in Baden-Württemberg aufgewachsen. Ein Alemanne .. weisch?  Es gibt da so viel über den privaten Cristofaro zu erzählen, da weiß ich jetzt gar nicht wo ich anfangen soll … So viel dazu, offen für alles und nicht ganz dicht! … So würden mich einige meiner Freunden bezeichnen!
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2Faro

Wie sehr haben Kunst und Musik für euch eine Verbindung? Woher kommen die Ideen zu den Grafiken für „G-Day“? 
—> Für uns hat das eine große Bedeutung. Wir finden, dass Kunst und Musik eng miteinander verknüpft ist sind. Daher lassen wir unseren Performern auf unseren Veranstaltungen ihre künstlerische Freiheit. Die Künstler sollen sich frei entfalten können. Da wir beide nebst Veranstalter und DJs auch Grafik Designer sind, sind unsere Grafiken wie unsere Spielwiese, wo wir uns frei sind fühlen und unsere G-day-Ideen so ausdrücken können, wie wir wollen.  

Die aktuelle Location eures eigenen Events ist die „Burg Schnabel“ in Berlin Kreuzberg, weshalb habt ihr Euch dafür entschieden? Was ist besonders daran? 
—> Als wir das erste mal die Veranstaltungsräume sahen, waren wir so beeindruckt, wie sehr das zu unserem Konzept passt: die Größe, die perfekte Lage und vor allem das Funktion One System. Den Main Floor haben wir Burg-Floor getauft, den kleineren Floor Glory-Box. In der Glory-Box weiss mann nie, was auf einen erwartet, mal dunkel, mal Disco, mal Performance. Immer gut für eine Überraschung. 

Ihr spielt zusammen mit Larry Tee am 19. Februar zur Berlinale im GMF Berlin: eure Premiere dort! Auf welche Partys geht ihr in Berlin sonst privat? 
—> Mann kann uns auf jeder coolen Party antreffen und die meistern haben uns schon auf jeder getroffen LOL!

Termine

10.02.17, Burg Schnabel, G day (2FARO & Mashyno)
14.02.17, Musik & Frieden (2FARO)
19.02.17 Weekend, GMF (2FARO & Mashyno)
23.02.17 SchwuZ, CRUSH (2FARO & Mashyno)
04.03.17 LaRobotorie, Rom/Italy (2FARO & Mashyno)

Aktuellen Charts / Top 10:

Mashyno

Pollyester – Concierge D’amour (Rory Phillips remix)
Alain Chamfort – Bons baisers d’ici (Cardini & Shaw Remix)
Ghibli ‎– I’m Looking For You
Electrosexual – Fetish (ASFR)
DJ Mehdi – Pocket Piano (Joakim Remix)
2FARO
Piemont – okinawa (gabriel ananda remix)
Tube & Berger, In.deed – Highness (Superlover Remix)
Reinier Zonneveld – Resurrection (Original Mix)
Komati – Book of Shadow
Jon Cutler -It´s Yours
40 Thieves – Don´t turn it off

2FARO
https://soundcloud.com/cristofaro-salvato


MASHYNO
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